Rocky Mountaineer

Startseite > Eisenbahnen > Kanada > Rocky Mountaineer > Beschreibung

Präsentation:

Beschreibung Touristeninformation Fotogalerie Links

Reiseberichte:

2004 Kanada
Verbesserungsvorschläge?

Beschreibung

zum Seitenanfang Routenplan

Rocky Mountaineer Routen

Vancouver Jasper Banff Calgary

Da sage noch mal einer, Bahnfahren wäre in Nordamerika aus der Mode gekommen. In Westkanada wurde es gerade erst wieder neuentdeckt.
Der Rocky-Mountaineer verbindet während einer zweitägigen Fahrt die Orte Calgary, Banff oder Jasper mit Vancouver. Dabei wird nur tagsüber gefahren und die dazwischen liegende Nacht im vorgebuchten Hotel in Kamloops verbracht. Das ist auch gut so, denn sonst würde man wie bei einer Fahrt mit der VIA Rail einiges von der sehr schönen Landschaft verpassen.

zum Seitenanfang Service

Bei beiden Klassen wird man während der Fahrt vom Zugbegleiter versorgt und unterhalten. Zu hören gibt es Geschichten rund um die Eisenbahn in Kanada sowie im speziellen natürlich auch über den Rocky Mountaineer sowie eine Erläuterung der Landschaft, durch die man gerade reist.

zum Seitenanfang Verspätung / Güterzüge

Die meisten Strecken sind in den Bergen eingleisig, aber relativ stark befahren. Daher kann es vorkommen, dass man an einer Ausweiche mal einen Güterzug abwarten muss, bevor es weitergehen kann, obwohl der Rocky Mountaineer eigentlich bevorzugt behandelt wird.

Manchmal ist es sogar möglich, Abkürzungen zu nehmen. Steile Anstiege sind für die ellenlangen Güterzüge oft nicht so ohne weiteres zu bewältigen. Man hat daher längere Schleifen gebaut, die in gemäßigtem Tempo an Höhe gewinnen. Bergab kann dagegen über etwas steilere, dafür aber kürzere Strecken gefahren werden.
Da der Rocky Mountaineer nun ein wenig leichter ist, kann er diese für den talwärts fahrenden Verkehr vorgesehenen Strecken auch bergauf befahren, was einen gewissen Zeitvorteil bringt.

Man lernt auf dieser Fahrt eine Menge über das kanadische Bahnwesen, was nicht nur für Eisenbahn-Enthusiasten interessant sein dürfte.
Wusstet ihr, dass die gesamte Signalanlage im Westen von einem Schreibtisch in Calgary aus bedient wird?
Oder warum die Güterzüge nie mehr als 115 Wagen haben?
Oder was es bedeutet, wenn ein Signal rot und grün gleichzeitig zeigt?

zum Seitenanfang Routenbeschreibung

Güterzug im unteren Spiraltunnel, Yoho NP In Bildmitte verlassen die Loks gerade den Tunnel, darüber fährt die Mitte des Zuges gerade erst links in den Tunnel und ganz vorne sind die letzten Wagen desselben Zuges zu sehen. Aufgenommen am: 04.06.2004 Die Reisenden auf der Kicking Horse Route (Calgary – Banff – Vancouver) bekommen es im Osten direkt mit den gewaltigen Rocky Mountains zu tun. Das Gefälle ist auf dem ersten Pass sogar so stark, dass zur Höhengewinnung zwei große Schleifen in Tunnels in die Berge getrieben wurden, in denen der Zug eine längere Strecke und damit einen sanfteren An- bzw. Abstieg durchführt. Die Züge sind teilweise so lang, dass man sie gleichzeitig in entgegengesetzten Richtungen fahren sehen kann: Vor und hinter dem Tunnel.
Vor der Eröffnung der berühmten Spiraltunnel im Jahre 1909 musste bergauf stets nachgeschoben werden und bergab war die Strecke mit vielen Ausweichgleisen gesichert. Außerdem war das Gesamtgewicht des Zuges stark eingeschränkt.

Rocky Mountaineer auf der Stoney Creek Bridge Ich fahre hier gerade die Kicking Horse Route des Rocky Mountaineer. Aufgenommen am: 18.05.2004 Doch auch auf der weiteren Fahrt stehen noch weitere Pässe an, die nicht minder spektakulär verlaufen. Auf hohen Brücken geht es über ins Tal donnernde Bäche, durch Tunnels nimmt man gerne einen Abschneider, um nicht in engen Kurven um jeden einzelnen Berg fahren zu müssen.

Sonnenuntergang über Kamloops In Kamloops wird die Fahrt mit dem Rocky Mountaineer unterbrochen und in Hotels übernachtet, damit man während des Schlafs keine Ausblicke auf die Landschaft verpasst. Aufgenommen am: 18.05.2004 Am Shuswap Lake geht die Fahrt eher gemütlich. Auf den Telegrafenmasten am Ufer haben sich Seeadler ihr Nest eingerichtet, da sie herausgefunden haben, dass diese Masten länger stehen als die abgestorbenen Bäume, in denen sie sonst so gerne nisten.
Am Ufer befinden sich neben kleinen Ferienhäusern auch einige Camping-Plätze, wo in die Menschen den Zugpassagieren freundlich zuwinken, wie sie der Abendsonne entgegen fahren.

In Kamloops wird übernachtet. Neben dem Zug stehen bereits die Shuttle-Busse bereit, einer pro Waggon, um die Fahrgäste in ihre Hotels zu bringen. Shuttle Busfahrten, Übernachtungen – alles ist natürlich im Fahrpreis enthalten.
Während die Gäste schlafen oder sich in einem Theaterstück über die Geschichte der Eisenbahn amüsieren, wird im Hintergrund hart gearbeitet. Der Zug wird mit dem aus Jasper zu einem einzigen zusammengekoppelt und gereinigt. Kamloops ist nämlich der Heimatbahnhof der Rocky-Mountaineer Railtours.

Shuttlebus in Kamloops Am nächsten Morgen werden wir wieder mit dem Bus vom Hotel zum Bahnhof gebracht. Aufgenommen am: 19.05.2004 Am nächsten Morgen wird man wieder pünktlich vom Hotel abgeholt und zum Bahnhof gebracht, um die Fahrt in den geräumigen Wagen fortzusetzen.
bunte Felsen im Tal des Thompson River Aufgenommen am: 19.05.2004 Durch eine karge Wüstenlandschaft fahrend nähert sich der Zug dem immer enger werdenden Thompson Valley. Hier verlaufen übrigens die Gleise von zwei ehemals hart konkurrierenden Eisenbahngesellschaften: Die Canadian National und die Canadian Pacific. Heute arbeiten die beiden Gesellschaften zumindest soweit zusammen, dass man jedem Zug erlaubt, auf jeder Strecke zu fahren. So ist die Strecke durch das Tal nicht ein-, sondern zweigleisig.
Das schöne daran ist, dass man auf der gegenüberliegenden Talseite so häufig Güterzüge zu sehen bekommt, wie sie langsam durch die Landschaft rollen.

Brücke über den Fraser River bei New Westminster Über die rote Brücke führt die Straße, vorne ist die Eisenbahnbrücke und hinter den beiden noch eine dritte Brücke für den SkyTrain. Aufgenommen am: 19.05.2004 Hinter dem Zusammenfluss von Fraser und North Thompson River wird die Landschaft wieder grüner. Von der berühmten Touristenattraktion Hells Gate sieht man leider nicht viel, da man kurz dahinter in einen Tunnel verschwindet.

Richtig interessant wird es dann noch einmal kurz vor Vancouver, wo auf einer alten Holzbrücke der Fraser River parallel zur Straße und zum Skytrain überquert wird. Obwohl man nun in greifbarer Nähe zur Stadt am westlichen Endpunkt der Strecke ist, dauert es noch ein paar Minuten, bis man in den Bahnhof einfährt.

zum Seitenanfang