Briefe an Versicherungen
Die folgenden Zitate stammen aus einer Sammlung der
Schweizerischen Mobiliar (Versicherung), die zur Zeit daraus Spots für eine Werbekampagne gestaltet.
Sie sind allesamt schriftliche Äußerungen von Versicherungsnehmern!
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Seit der Trennung von meinem Mann wurde jeder notwendige Verkehr durch meinen Rechtsanwalt erledigt.
- Zwischenzeitlich wurde der Gehgips am rechten Arm entfernt.
- Ich entfernte mich vom Straßenrand, warf einen Blick auf meine Schwiegermutter und fuhr die Böschung hinunter.
- Ihr Computer hat mir ein Kind zugelegt. Aber ich habe überhaupt kein Kind, schon gar nicht von Ihrem Computer.
- Da sprang der Verfolgte ins Wasser und tauchte trotz mehrmaliger Aufforderung nicht mehr auf.
- Außerdem bin ich vor meinem ersten Unfall und nach meinem letzten unfallfrei gefahren.
- Ein Fußgänger kam plötzlich vom Bürgersteig und verschwand dann wortlos unter meinem Wagen.
- Ich habe so viele Formulare ausfüllen müssen, dass es mir bald lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben.
- Mein Motorrad sowie ich selbst mussten wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden.
- Ich habe mir den rechten Arm gebrochen, meine Braut hat sich den Fuß verstaucht - ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.
- Bin in der Kurve, nicht weit von der Unglücksstelle ins Schleudern geraten. Während des Schleuderns habe ich wahrscheinlich den
entgegenkommenden Mercedes gerammt, der dann die Richtung der totalen Endfahrtphase meines Wagens vermutlich mitbestimmte.
- Es hatte zwischenzeitlich an einigen Stellen geschneit. Die Fahrbahn war dadurch auf einigen Straßen rutschig geworden. Ich wollte den Wagen abbremsen. Ich habe gekämpft wie ich nur konnte, aber es half nichts. Ich prallte gegen die Zaunmauer und wurde unbewußt. Aus war es mit meiner Gesinnung.
- Ich überfuhr einen Mann. Er gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war.
- Ich habe noch nie Fahrerflucht begangen; im Gegenteil, ich musste immer weggetragen werden.
- Ich bin ferner mit meinen Nerven am Ende und habe mit einer schweren Kastritis zu tun.
- Beim Heimkommen fuhr ich versehentlich in die falsche Grundstückseinfahrt und rammte einen Baum, der bei mir dort nicht steht.
- Der Bursche war überall und nirgends auf der Straße. Ich mußte mehrmals kurven, bevor ich ihn traf.
- Als ich an die Kreuzung kam, erhob sich ein Zaun, um meine freie Sicht zu behindern.
- Wer mir die Geldbörse gestohlen hat, kann ich nicht sagen, weil aus meiner Verwandtschaft niemand in der Nähe war.
- Plötzlich kamen von links und von rechts mehrere Fahrzeuge. Ich wusste nicht mehr wohin und dann krachte es vorne und hinten.
- Ich musste ihn leider aufs Korn, d.h. auf den Kühler nehmen. Dann fegte ich ihn seitlich über die Windschutzscheibe ab.
- Ihre Argumente sind wirklich schwach. Für solche faule Ausreden müssen Sie sich einen Dümmeren suchen, aber den werden Sie kaum finden.
- Das Polizeiauto gab mir ein Signal zum Anhalten. Ich fand einen Brückenpfeiler.
- Der Fußgänger hatte anscheinend keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, und so überfuhr ich ihn.
- Heute schreibe ich zum ersten und letzten Mal. Wenn Sie dann nicht antworten, schreibe ich gleich wieder.
- Mein Sohn hat die Frau nicht umgerannt. Er ist einfach vorbeigerannt. Dabei ist die Frau durch den Luftzug umgefallen.
- Einnahmen aus der Viehhaltung haben wir keine. Mit dem Tod meines Mannes ging das letzte Rindvieh vom Hof.
- Meine Frau stand aus dem Bett auf und fiel in die Scheibe der Balkontür. Vorher war sie bei einem ähnlichen Versuch aufzustehen gegen die Zentralheizung gefallen.
- Als ich auf die Bremse treten wollte, war diese nicht da.
- Mein Fahrrad kam vom Gehsteig ab, touchierte einen Porsche und fuhr ohne mich weiter.
- Ich trat auf die Straße. Ein Auto fuhr von links direkt auf mich zu. Ich dachte, es wollte noch vor mir vorbei, und trat wieder einen Schritt zurück. Es wollte aber hinter mir vorbei. Als ich das merkte, ging ich schnell zwei Schritte vor. Der Autofahrer hatte aber auch reagiert und wollte nun wohl doch vor mir vorbei. Er hielt an und kurbelte die Scheibe herunter. Wütend rief er: "Nun bleiben Sie doch endlich stehen, Sie!" Das tat ich auch - und dann hat er mich überfahren.
- Ich bin von Beruf Schweißer. Ihr Computer hat an der falschen Stelle gespart und bei meinem Beruf das "w" weggelassen.
- Ich brauche keine Lebensversicherung. Ich möchte, dass alle richtig traurig sind, wenn ich einmal sterbe.
- Ich will meinen Georg nicht impfen lassen. Meine Freundin Lotte hat ihr Kind auch impfen lassen, dann fiel es kurz danach aus dem Fenster.
- Mein Auto fuhr einfach geradeaus, was in der Kurve allgemein zum Verlassen der Straße führt.
- Ich fuhr rückwärts eine steile Straße hinunter, durchbrach eine Grundstücksmauer und rammte einen Bungalow. Ich konnte mich einfach nicht mehr erinnern, wo das Bremspedal angebracht ist.
- Dann brannte plötzlich der Weihnachtsbaum. Die Flammen griffen auf den Weihnachtsbaum über. Mein Mann konnte aber nicht löschen, weil er wie ein Verrückter nur die Hausrat-Police suchte.
- Unsere Autos prallten genau in dem Augenblick zusammen, als sie sich begegneten.
- Alle Rechnungen, die ich erhalten habe, bezahle ich niemals sofort, da mir dazu einfach das Geld fehlt. Die Rechnungen werden vielmehr in eine große Trommel geschüttet, aus der ich am Anfang jeden Monats drei Rechnungen mit verbundenen Augen herausziehe. Diese Rechnungen bezahle ich dann sofort. Ich bitte Sie zu warten, bis das große Los Sie getroffen hat.
- Leider ist mein Vater der Jagdleidenschaft Dritter zum Opfer gefallen.
Und hier einer der schönsten, der Brief eines Dachdeckers:
Sehr geehrte Damen und Herren,
in Beantwortung Ihrer Bitte um zusätzliche Informationen möchte ich Ihnen folgendes mitteilen: Bei Frage 3 des Unfallberichtes habe ich "ungeplantes Handeln" als Ursache meines Unfalls angegeben. Sie baten mich, dies genauer zu beschreiben, was ich hiermit tun möchte:
Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalles arbeitete ich allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit meiner Arbeit fertig war, hatte ich etwa 250 kg Ziegel übrig. Da ich sie nicht die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich mich dafür, sie in einer Tonne an der Außenseite des Gebäudes hinunterzulassen. Die Tonne war an einem Seil befestigt, das über eine Rolle lief.
Ich band also das Seil unten fest, ging auf das Dach und belud die Tonne. Dann ging ich wieder nach unten und band das Seil los. Ich hielt es fest, um die 250kg Ziegel langsam herunterzulassen.
Wenn Sie in Frage 11 des Unfallbericht-Formulars nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges Körpergewicht etwa 75kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als ich plötzlich den Boden unter den Füßen verlor und aufwärts gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergaß, das Seil loszulassen. Ich glaube, ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer größerer Geschwindigkeit am Gebäude emporgezogen wurde.
Etwa im Bereich des dritten Stockwerks traf ich die Tonne, die von oben kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene Schlüsselbein.
Nur geringfügig abgebremst setzte ich meinen Aufstieg fort und hielt nicht an, bevor die Finger meiner Hand mit den forderen Fingergliedern in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt mich trotz des Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest.
Die Tonne schlug etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf, wobei der Boden aus der Tonne heraussprang. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die Tonne nun etwa 25kg. Ich beziehe mich an dieser Stelle wieder auf mein in Frage 11 angegebenes Körpergewicht von 75kg. Wie Sie sich vorstellen können, begann ich nun einen schnellen Abstieg. In Höhe des dritten Stockwerkes traf ich wieder auf die von unten kommende Tonne. Daraus ergaben sich die beiden gebrochenen Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem Unterleib.
Der Zusammenstoß mit der Tonne verzögerte meinen Fall, sodass meine Verletzungen beim Aufprall auf den Ziegelhaufen gering ausfielen. Ich brach mir nur drei Wirbel. Ich bedaure es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich, als ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor! Ich ließ das Seil los, wodurch die Tonne diesmal ungebremst herunterkam, mir drei Zähne ausschlug und das Nasenbein brach.