Banff NP

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Sehenswertes:

Banff NP / Lake Louise Calgary Icefields Parkway Jasper NP

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Beschreibung

Banff ist wohl der bekannteste und älteste kanadische Nationalpark und niemand wird wohl bei seinem ersten Aufenthalt in der südwestlichen Ecke von Alberta um einen Besuch herumkommen.
Die kanadischen Rocky Mountains mit ihren unzähligen schneebedeckten Gipfeln sind einmalig auf der Welt und ziehen jedes Jahr viele Besucher aus der ganzen Welt an. Sie bilden eine natürliche Grenze zwischen den Provinzen British Columbia und Alberta, wo sich auch die kontinentale Wasserscheide befindet. Der sich im Westen anschließende Yoho Nationalpark gehört schon zu British Columbia und ist bequem über den Trans Canada Highway zu erreichen, der quer durch den Banff Nationalpark führt und die beiden Ortschaften Banff und Lake Louise miteinander verbindet. In östlicher Richtung erreicht man auf derselben Straße in weniger als zwei Stunden Calgary.
Über den Icefields Parkway gelangt man zum Jasper Nationalpark im Norden und über den Vermilion Pass kann man dem Kootenay Nationalpark einen Besuch abstatten.

Banff wurde bereits 1885 zum Nationalpark erklärt, nachdem 1883 während des transkontinentalen Eisenbahnbaus südlich des Bow Rivers natürliche heiße Quellen gefunden wurden, die heute unter dem Namen Cave and Basin National Historic Site bekannt sind.
Ursprünglich umfasste der Park eine Fläche von 26 qkm, die bereits im Jahre 1887 auf stattliche 6.640 qkm ausgedehnt wurde. Seinen Namen erhielt der Nationalpark nach der schottischen Ortschaft Banffshire, dem Geburtsort des Präsidenten der Canadian Pacific Railway, George Stephen.
Die Verantwortlichen der Canadian Pacific Railway erkannten schnell den touristischen Nutzen, den ihnen die Quellen und überhaupt die gesamte Bergwelt boten und sicherten sich sofort eine weitere Einnahmequelle, indem sie eine Reihe Luxushotels erbaute, darunter das Banff Springs Hotel nahe den Bow Falls. Bis 1915 die ersten Autos in den Park kamen, beförderte die Eisenbahn die zahlungskräftigen Touristen hierher.

Schon bald wurde Banff nicht nur von Durchreisenden besucht, sondern auch für viele zum eigentlichen Ziel. Neue und erschwingliche Unterkünfte wurden gebaut, Bergführer, Ausstatter und die verschiedensten Touranbieter kamen in die Region. Die Stadt Banff sowie der Ort Lake Louise unterhalb des gleichnamigen Sees entstanden. Wanderwege wurden angelegt, damit die spektakuläre Bergwelt nicht länger nur erfahrenen Bergsteigern vorbehalten blieb.

Banff ist heute ein ganzjährig angesteuertes Reiseziel. Im Winter locken insgesamt drei Skiresorts ihre Gäste zu einer Fahrt durch die weiß gepuderte Bergwelt. Für das neueröffnete Skigebiet in Lake Louise wurde sogar extra ein Haltepunkt der Canadian Pacific eingerichtet, der nur im Winter bedient wird.
Im Sommer lässt es sich hier unbeschwert wandern, reiten, Rad fahren oder einfach nur die natürliche Schönheit der Bergwelt von einem der vielen Aussichtspunkte genießen. Der nahe dem Ort Banff gelegene Lake Minnewanka vor den massiven Felswänden des Mount Inglismaldie lädt zum Kanufahren oder Segeln ein und die Stromschnellen des Bow River werden immer wieder gerne zum Rafting herangezogen.

Der Bow River zählt übrigens zu den besten Forellenflüssen der Welt und auch in den Wäldern bietet Banff sehr gute Lebensbedingungen für die unterschiedlichsten Tiere. Über 50 verschiedene Säugetierarten wurden innerhalb des Parks gezählt, angefangen bei Elchen, Dickhornschafen, Luchs und Murmeltieren bis hin zu Schwarz- und Grizzlybären. Auch Vogelfreunde kommen hier mit rund 265 unterschiedlichen Arten voll auf ihre Kosten.

In der Ortschaft Banff gruppiert sich um den Ortskern herum ein Hotel neben dem nächsten. Zahlreiche Restaurants wechseln sich mit Souvenirläden auf der zentralen Banff Avenue ab, die über eine Brücke auch in den südlichen Teil der Stadt führt, über den der Sulphur Mountain wacht.

Nördlich von Lake Louise entflieht man der Zivilisation fast vollkommen. Der 265 Kilometer lange Icefields Parkway folgt der großen Gebirgsfurche, die durch das obere Bow Valley verläuft, überklettert in weitgeschwungenen Kurven den Bow Pass und führt dann in das sanft abfallende Tal des Mistaya River bis zum Zusammenfluss von Howe River und North Saskatchewan. 1911 war dieses Gebiet noch eine fast undurchdringliche Wildnis und nur mühsam mit Packpferden und indianischen Führern passierbar. Erst 1940 wurde die Traumstraße Wirklichkeit.

Sehenswertes

zum SeitenanfangBanff (Ort)

Bow Falls / Fairmont Banff Springs Hotel

Als die transkontinentale Eisenbahnlinie über Calgary gebaut wurde, entdeckte man am Sulphur Mountain eine heiße Quelle. Der damalige Direktor der Canadian Pacific Railway, William Van Horne, ließ daraufhin das Banff Springs Hotel bauen. Der viktorianische Steinbau thront über dem Bow River genau dort, wo der Fluss über einen kleinen Wasserfall fließt: den Bow Falls.
Er handelte nach der Devise "Wenn die Natur nicht zu uns kommt, müssen wir halt zur Natur kommen" und so baute er noch weitere Luxushotels entlang der neuen Bahnlinie. 1886 traf er sich erstmals mit einem Architekt aus New York, um die Pläne für den Bau des Banff Springs Hotel zu erörtern. Die Bauarbeiten begannen ein Jahr später. Am 1. Juni 1888 wurde das Hotel feierlich eröffnet.
Seit 1969 hat das Hotel nun auch ganzjährig geöffnet und wurde ständig erweitert, so wie im Jahre 1989, als der Golfplatz neben neuen Löchern ein neues Clubhaus erhalten hat oder 1991, als die Seminarräume erweitert wurden.
1992 wurde das Hotel sogar zu einem historischen Denkmal ernannt.

Die Bow Falls entstanden hier, weil der Bow River über einen Kalksteinfelsen fließen muss, der ihm zwischen Mount Rundle und Tunnel Mountain im Wege liegt.
An diesen Wasserfällen wurde vermutlich auch der Hollywood Klassiker "Der Fluss ohne Wiederkehr" mit Marylin Monroe und Robert Mitchum gedreht. In einer Szene sollten die beiden Darsteller durch Stuntmen ersetzt werden, wenn sie in einem Boot die Bow Fälle herunterfahren. Bei einer anderen Einstellung geriet das Boot der beiden jedoch außer Kontrolle, so dass sie unabsichtlich selber die Fälle heruntergefahren sind. Die Aufnahmen waren so gut, dass sie später im Film übernommen wurden.
Das Hotel liegt auf der südlichen Seite des Bow River, zu erreichen über die Brücke der Banff Avenue, dann links abbiegen und der Straße immer geradeaus bis zum Hotel folgen.
Die Bow Falls mit dem imposanten Schlossartigen Hotel im Hintergrund sieht man am besten von dem Aussichtspunkt an der Buffalo Street: Von der Banff Avenue die letzte Straße vor der Brücke links abbiegen und dann immer rechts halten.
Banff Springs Hotel
Im Vordergrund fließt der Bow River.
Aufgenommen am: 06.06.2004
Banff Springs Hotel

Sulphur Mountain

Mit einer Seilbahn kommt man innerhalb weniger Minuten zu einem grandiosen Aussichtspunkt in 2.286 Meter Höhe. Die letzten Meter zum Sanson Peak müssen jedoch zu Fuß bewältigt werden. Dafür wird man mit einem Blick über zahlreiche 3000 m hohe Gipfel der kanadischen Rocky Mountains, dem Tal des Bow River und der Stadt Banff belohnt. Die Berge gegenüber des Sulphur Mountain sind der Cascade Mountain und der Mt. Norquay. Die lange Gipfelreihe parallel zum Sulphur Mountain ist die Sundance Range.
Bereits 1903 wurde auf dem Sanson Peak eine Wetterstation eingerichtet. Der Gipfel wurde nach dem Meteorologen Norman Sanson benannt, der den Berg zwischen 1903 und 1931 mehr als 1000 Mal bestiegen hat.
Alternativ kann man das Teehaus an der Bergstation der Banff Gondola auch auf einem knapp sechs Kilometer langen Wanderweg erreichen. Zurück ins Tal darf man dann sogar kostenlos mit der Seilbahn fahren.
Der Berg ist nur wenige Kilometer vom Ortszentrum entfernt. Man überquert die Brücke am Ende der Banff Avenue, biegt nach links ab und sofort wieder rechts in die Mountain Avenue. Am Ende der Straße liegt die Talstation der Bergbahn sowie der Trailhead des Wanderweges.

Tunnel Mountain Drive

Fährt man die Straße hinter dem Aussichtspunkt auf die Bow Falls weiter, befindet man sich automatisch auf dem Tunnel Mountain Drive, der den gleichnamigen Berg mehr oder weniger umfährt. Die Straße führt schon ein klein wenig bergauf, bis man am Surprise Corner überraschend einen wunderschönen Blick auf die Stadt werfen kann, wie sie zwischen der sonst eher geschlossenen Vegetation nicht zu sehen ist.
Den besten Blick hat bekommt man, wenn man von der Straße dem Wanderweg (2,3 km) zum Gipfel des Tunnel Mountain folgt.
Der Berg ist auch bekannt wegen seiner freistehenden Gebirgssäulen, auch "Hoodoos" genannt. Die interessant anzusehenden Gesteinsformen sind auf die Bewegung der Gletscher und geschmolzenes Eis der letzten Eiszeit zurückzuführen.
Mit etwas Phantasie kann man darin auch Personen erkennen. Das würde auch den Ursprung des Namens erklären: Hoodoo kommt aus dem Afrikanischen und hat mit Hexerei zu tun, wobei Menschen in Erdsäulen verwandelt werden.
Am Tunnel Mountain Drive, mit bester Sicht auf die Hoodoos, befinden sich auch drei Campingplätze.
Blick auf Banff vom Tunnel Mountain Drive
Aufgenommen am: 06.06.2004
Blick auf Banff vom Tunnel Mountain Drive

zum SeitenanfangBow Valley Parkway

Johnston Canyon

Wer es nicht eilig hat, der kann zwischen Banff und Lake Louise statt über den Trans Canada Highway alternativ über den Bow Valley Parkway fahren, wo auch der Johnston Canyon liegt, Der Parkplatz ist eigentlich nicht zu übersehen, da hier durch die Nähe zur Ortschaft Banff immer eine Menge los ist.
Der Johnston Canyon ist eine Schlucht, die man in zwanzig Minuten erwandern kann. Immer höher werden die Seitenwände, was wirklich sehr beeindruckend ist. Bis zu den Lower Falls ist Weg praktisch eben und einfach zu laufen.
Wer etwas mehr Zeit übrig hat, kann noch etwas weiter wandern. Von den Lower Falls steigt der Weg leicht an und es sind 1.5 weitere km bis zu den Upper Falls. Geht man noch 2 km weiter, gelangt man zu den Ink Pots, einer Gruppe von sieben Quellen.

Castle Mountain

Der 2766 m hohe Castle Mountain ist wunderschön anzusehen und einzigartig in seiner Form. Geologen haben festgestellt, dass diese Gebirgsformation nicht schräg nach oben geschoben wurde, sondern waagerecht nach oben gehoben. Die besondere Form wurde schließlich durch Witterungseinflüsse geprägt.
Den Berg kann man sowohl vom Bow Valley Parkway als auch vom Trans Canada Highway aus sehen. Einen wunderschönen freien Blick hat man von der Straßenbrücke an der Ausfahrt zu den Radium Hot Springs.
Castle Mountain im Banff NP
Aufgenommen am: 18.05.2004
Castle Mountain im Banff NP

zum SeitenanfangLake Louise Region

Lake Louise

Das wohl berühmteste Highlight im Banff Nationalpark ist der tiefblaue Lake Louise. Seine Farbe hat er mehligen Gesteinspartikeln zu verdanken, die sich im Wasser nicht auflösen und die blauen Wellen des Sonnenlichts reflektieren. Am deutlichsten ist die Farbe zu erkennen, wenn man von oben auf den See hinabblickt.
Entstanden ist der See deshalb, weil bis hierhin vor etwa 8000 bis 10000 Jahren der Victoria Gletscher reichte und eine sogenannte Endmoräne hinterließ, die nun wie eine natürliche Staumauer fungiert. Auf diesen Wall wurde 1899 das Chateau Lake Louise errichtet mit Blick auf den See und dem dahinter aufragenden Mount Victoria.

Unmittelbar vor dem Hotel am Ufer des Sees bewegt sich der größte Besucheransturm. Jeder lässt sich vor dem wunderschönen See fotografieren, der bei schönem Wetter die umliegenden Berge in seinen Wogen spiegelt.
Doch geht man ein paar Schritte auf dem asphaltierten Weg am Seeufer entlang, so wird es zunehmend ruhiger. Bis zum Ende des Sees ist der Weg für Spaziergänge allemal geeignet. Am Ende hat man die Wahl, wieder zurück zu gehen und den Blick das Chateau hinter dem See zu genießen oder in den Bergen zum Plain of Six Glaciers oder Lake Agnes wandern zu gehen.
Chateau Lake Louise am Lake Louise, Banff NP
Aufgenommen am: 04.06.2004
Chateau Lake Louise am Lake Louise, Banff NP
Lake Louise, Banff NP
Aufgenommen am: 04.06.2004
Lake Louise, Banff NP

Lake Agnes / Teahouse

Eine der bekanntesten Wanderungen in den Rockies führt vom Lake Louise zum 365 m höher gelegenen Lake Agnes, benannt nach der Frau des ersten kanadischen Premierministers. Die kürzeste Verbindung führt am Chateau Lake Louise vorbei am Ufer des Lake Louise entlang. An der ersten Weggabelung den Schildern in Richtung Mirrow Lake, Lake Agnes (Teahouse) folgen. Der Weg führt nun durch einen Wald am Hang des Devil's Thumb stetig bergauf. Nach etwa Dreiviertel der Wegstrecke passiert man den Mirrow Lake, von dem sich weitere Abzweigmöglichkeiten ergeben. Orientierung findet man hier auf einer aufgestellten Wanderkarte. Von hier geht es weiter bergauf bis zum Lake Agnes, wo man einen Blick auf den Lake Louise und das dahinterliegende Chateau Lake Louise von der Terrasse des Teehauses werfen kann und ein wenig staunen, wie weit weg man gewandert und wie hoch man dabei gestiegen ist.
Der See liegt malerisch zwischen zwei runden Bergen, den Beehives ("Bienenkörbe"). Im Tea House gibt es während der Sommersaison Tee, Erfrischungsgetränke und selbstgebackene Leckereien. Man sollte diese allerdings nicht zu lange offen liegen lassen, da sie sonst Opfer der Eichhörnchen werden, die überhaupt nicht scheu sind, vor den Touristen auf den Tisch zu springen, um die Cookies zu stibitzen.

Vom Lake Agnes ist es nur ein knapper Kilometer bis zum Little Beehive, einer Anhöhe, mit einer unvergleichlichen Aussicht. Obwohl der Big Beehive noch höher liegt, erreicht er nicht den Panoramablick, der sich vom Little Beehive bietet.
Alternativwege führen von verschiedenen Stellen zum Mirrow Lake oder direkt zum Lake Agnes: vom Ende des Lake Louise, auf der Hälfte der Strecke zum Plain of Six Glaciers und vom Plain of Six Glaciers selbst.
Teehaus am Lake Agnes, Banff NP
Sehr angenehm: Nach einem längeren Aufstieg, teilweise durch Schnee, kann man sich im Teahouse bei schöner Aussicht und einer Tasse heißen Tee wieder aufwärmen.
Aufgenommen am: 04.06.2004
Teehaus am Lake Agnes, Banff NP

Plain of six Glaciers

Eine rund fünfstündige Wanderung führt zum Plain of Six Glaciers. Zunächst geht man den ebenen Asphaltweg am nordwestlichen Seeufer des Lake Louise bis zur Flussmündung, dann folgt der Anstieg zum 360 m höher gelegenem Tea House (nicht verwechseln mit dem Teehaus am Lake Agnes) unterhalb des Victoria-Gletschers, wo man im Sommer einfache Speisen und Getränke erhält. Nach weiteren 6 km kommt ein guter Aussichtspunkt mit Gletscherblick.
Lawine am Plain of Six Glaciers
Auf dem Foto ist die Lawine leider nicht mehr gut erkennbar, weil bis man die Kamera bereit hat, nachdem man es donnern gehört hat, ist schon wieder alles vorbei.
Aufgenommen am: 04.06.2004
Lawine am Plain of Six Glaciers

Paradise Valley

Auf dem Weg zum Lake Louise zweigt die Straße zum Moraine Lake nach links ab. Nach einigen weiteren Kilometer ist der Parkplatz zum Paradise Valley erreicht.
Das Tal ist nicht sooft bewandert und wird nach Schneefall nicht frei geräumt. Daher ist es ratsam, vorher im Visitor Center vorbeizuschauen und die aktuellen Wegbeschaffenheiten zu erfragen.
Vom Parkplatz führen die ersten Kilometer durch einen Wald, wo man zuerst den Radwanderweg von Lake Louise zum Moraine Lake ein Stück mitbenutzt und dann wieder rechts abbiegt. Hier trifft man auch auf einen Verbindungswanderweg zum Lake Louise.
Dahinter wird die Landschaft offener und man überquert mehrmals den Paradise Creek auf kleinen Holzbrücken.
Nach etwa 4 km teilt sich der Weg. Es ist praktisch gleich, welchen Weg man wählt, da es sich um eine große Schleife handelt. Folgt man den Weg nach links, erklimmt man bald den Anstieg zum Lake Annette. Dahinter geht es noch für ca. 25 Min. ziemlich steil bergauf, bis man zu einem Hochplateau kommt. Der Weg geht relativ eben weiter über einige Geröllfelder mit tollem Blick auf die schneebedeckten Berge, die das Tal umgeben.
Hier zweigt auch der Weg zum Sentinel Pass und weiter zum Moraine Lake ab. Anschließend geht es bergab zur Horseshoe Meadow, wo man noch einen kleinen Umweg zu den Giant Steps einbauen kann.

Moraine Lake

er über die Moraine Lake Road von Lake Louise aus gut zu erreichende See ist eines der beliebtesten Fotomotive der Rockies. Diese landschaftlich reizvolle Straße endet am malerischen Moraine Lake, von dem man ursprünglich annahm, dass er von einer Moräne stammt - daher auch der Name. Später entdeckt man allerdings, dass er nach einem Bergsturz aufgestaut wurde, wie große kantige Steine am Seeabfluss beweisen. Von Gletschern bearbeitete Felsen sind dagegen eher abgerundet.
Er ist mindestens so schön wie der Lake Louise, aber weitaus weniger besucht. Die rustikale Moraine Lake Lodge bietet Unterkunft, Verpflegung und Kanuverleih.
Vom Parkplatz aus geht es über eine Brücke zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den tiefblauen See im Vordergrund, die Wenkchemna Peaks und den Wenkchemna Glacier dahinter. Wenkchemna ist ein Wort der Stoney Indianer und bedeutet zehn, also handelt es sich um das Tal der Zehn Gipfel. Im Norden überragt ein weiterer Gipfel den See, der Mt. Temple (3544 m) - der höchste Berg der Bow Range und der dritthöchste Berg des Banff Nationalparks.

Es gibt mehrere Wanderwege am Moraine Lake. Am einfachsten ist die einstündige Wanderung am rechten Seeufer entlang bis zur Mündung des Gletscherbachs und zurück.
Ein 1,5 km langer Wanderweg führt am Nordwestufer über einen durch den Bergsturz entstandenen Hügel. Der kurze Aufstieg lohnt sich, da man von hier den besten Blick auf den See hat, so wie er lange Zeit auch auf den 20 Dollar Scheinen zu sehen war. Unterwegs zweigt ein Weg zu den Consolation Lakes ab. Den unteren See erreicht man nach etwa 2,9 km. Vom Seeufer aus hat man ausgezeichnete Blicke auf die gletscherbedeckten Gipfel des Mt. Quadra (3173 m) und des Bident Mtn. (3084 m).
Über den Sentinel Pass kann man vom Moraine Lake auch ins Paradise Valley wandern, was aber schon etwas anstrengender ist.
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