Mount Robson PP

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Beschreibung / Sehenswertes Touristeninformation

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Beschreibung

Geographie / Geschichtliches

Der Mount Robson Provinzpark befindet sich unweit der Grenze zu Alberta und damit auch nur wenige Kilometer bis zum bekannten Jasper Nationalpark.

Einfahrt in den Mount Robson PP Aufgenommen am: 01.06.2004 Der 224.866 Hektar große Park wurde 1913 geschaffen. Damit ist er übrigens der zweitälteste Park in British Columbia und wurde nach dem höchsten Berg der kanadischen Rocky Mountains, dem Mount Robson (3.954 m) benannt. Woher allerdings der Berg wiederum seinen Namen hat, ist nicht eindeutig bekannt.
Indianer nannten ihn „Yuh-hai-has-hun“, den "Berg der gewundenen Straße". Im Jahre 1863 war der Berg noch unter dem Namen „Robson's Peak“ bekannt, was ein Hinweis dafür sein könnte, das der Berg nach Colin Robertson, einem Fabrikant der Hudson's Bay Company und späterem Mitglied des Parlaments, benannt wurde. Andere wiederum meinen, dass er den Namen von John Robson trägt, einem Premierminister von British Columbia in den Jahren 1889 bis 1892.

Moose, Yellowhead und Berg Lake sind die größten und eindrucksvollsten Seen innerhalb des Parks, aber auch der Kinney Lake, am Berg Trail zum Robson Pass gelegen, ist immer einen Besuch wert.
In der Nähe der westlichen Zufahrt am Ufer des Fraser Rivers liegt die Gemeinde Tête Jaune Cache. Yellowhead und Tête Jaune Cache waren die englischen und französischen Spitznamen für einen blonden Pelzhändler und Trapper. Der Fraser River entspringt übrigens in der südwestlichen Ecke des Parks.

Ob man im Winter, wenn Schnee allseits seine steilen Flanken bedeckt, oder im Sommer hierher kommt, wenn sein Gipfel noch von einem Rest Schnee bedeckt ist, schon alleine für den Blick auf den majestätischen Berg, der sich über die anliegenden Gipfel erhebt, ist Mount Robson einfach einen Besuch wert.
Die abgelegenen Täler lassen sich gut mit einem ATV erkunden oder man überredet sich zu einer Wanderung - das bleibt jedem selbst überlassen.
Übernachten kann man auf einem der vielen Campingplätze oder man macht es sich in einem gemieteten, echten kanadischen Blockhaus gemütlich.

Tierwelt

Während man am Mount Robson wandert, kann man eine Vielzahl an Tieren beobachten. Unter anderen nennen Schwarz- und Weißwedelhirsche, Schwarzbären, Elche, Grizzlybären, Caribous, Bergziegen und Dickhornschafe dieses Gebiet ihr Zuhause.

Elche sieht man häufig im Sumpfland am östlichen Ende vom Moose Lake, während Schneeziegen und Grizzlybären die felsigen Abhänge an der Nordseite des Highways und des Yellowhead Lakes vorziehen. Caribous bevölkern das Hochland, wohingegen Maultierhirsche und Schwarzbären auch außerhalb des Parks gesichtet werden. Wapiti-Hirsche weiden meist in den östlichen Regionen und kleine Tiere wie Pfeifhasen und Murmeltiere werden im steinigen Gelände gesichtet. Erd- und Eichhörnchen laufen zahlreich in niedrigeren Höhen umher. Außerdem wurden hier rund 170 verschiedene Vogelarten gezählt.

Pflanzenwelt

Die Vegetation ist typisch für die Columbia Mountains und die subalpinen Wälder. Fichten, Tannen, Zedern, Balsamtannen, Drehkiefern und Lärchen bewachsen die meisten Regionen des Parks. Oberhalb der Baumgrenze dominieren Sträucher, Gräser und Flechten.

Parkplan / Sehenswertes

Berg Trail

Der Wanderweg zum Mount Robson beginnt unweit des Visitor Centers am Ende der kurzen Stichstraße. Die ersten vier Kilometer bis zum Kinney Lake verlaufen in einem leichten Anstieg, der keine besondere Ausdauer verlangt. Unterwegs vertreiben informative Schilder die Zeit. Man kann einiges über die umliegende Flora und Fauna nachlesen, während man durch einen Wald von jahrhundertealten Zedernbäumen wandert, die anderswo auf dieser Höhe nicht wachsen.

Der von Gletscherwasser gespeiste Kinney Lake liegt versteckt in den Bergen und bietet einen sehr guten Umkehrpunkt für alle, die nur für eine leichte Tageswanderung hierher gekommen sind. Das Wasser ist rein und klar. Blickt man dagegen von einem erhöhten Punkt auf den See, so erscheint er in tiefblauen Farben.
Die beste Aussicht auf den See hat man, wenn man vom Ufer des Sees ausgehend den Berg Trail noch ein wenig weiterläuft, auch wenn er hier jetzt spürbar steiler wird. Nach etwa vier Serpentinen gelangt man zu einem erhöhten Aussichtspunkt.

Lässt man den wunderschönen See hinter sich, befindet man sich im „Valley of Thousands Falls“. Ist zwar leicht übertrieben, aber es gibt in der Tat jede Menge Wasserfälle zu sehen, inklusive der majestätischen Emperor Falls, welche 60 Meter senkrecht in Tiefe stürzen, bevor man zum Berg Lake gelangt.
Dies sollte nun aber auch für Frühaufsteher der weiteste Punkt sein, den man innerhalb eines Tages erreichen kann.

Wer noch höher hinaus will, erreicht nach etwa 7-8 Stunden wandern den Robson Pass, der auf der Grenze zum Jasper Nationalpark liegt. Man hat nun auf 21.6 km Weglänge 790 Höhenmeter gutgemacht. Wer plant, am Berg Trail zu übernachten, braucht ein Backcountry-Permit, erhältlich im Visitor Center.

Berg Trail im Mount Robson PP
nur noch wenige Meter bis zum Kinney Lake Aufgenommen am: 01.06.2004 nur noch wenige Meter bis zum Kinney Lake
nur noch wenige Meter bis zum Kinney Lake Aufgenommen am: 01.06.2004 Kinney Lake im Mount Robson PP
nur noch wenige Meter bis zum Kinney Lake Aufgenommen am: 01.06.2004 Kinney Lake im Mount Robson PP

Rearguard Falls

Ein Aussichtspunkt unweit des westlichen Parkeingangs bietet einen schönen Blick auf die Rearguard Wasserfälle. Vom Parkplatz am Yellowhead Highway sind es etwa 5 Minuten zu Fuß bis zu den Fällen, an denen sich im August und September der Zug der pazifischen Lachse beobachten lässt, die zum Laichen zu ihrer Geburtsstätte zurückkehren.
Von hier haben auch die ostwärts Reisenden den ersten Blick auf den meist schneebedeckten Mount Robson.

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