Vancouver

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Sehenswertes:

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Reiseberichte:

2007 USA: quer durch den Nordwesten 2004 Kanada
Verbesserungsvorschläge?

Beschreibung

Was für die USA San Francisco ist, das ist Vancouver für Kanada. Die Stadt gilt als "Kanadas Perle am Pazifik" und liegt im Flussdelta des Fraser River direkt am Pazifik.
Ihren Namen verdankt die Stadt dem britischer Kapitän George Vancouver, der 1792 in dieser Gegend unterwegs war, um sie zu vermessen und zu kartographieren, doch die eigentliche Stadtgründung schreibt man einem ganz anderen Mann zu.

1858 wurde Gold im Fraser River entdeckt, und innerhalb weniger Wochen waren 30,000 Amerikaner auf der Suche nach dem schnellen Reichtum in die Gegend geströmt. Mit ihnen kam auch John Deighton, wegen seiner Gesprächigkeit von allen nur "Gassy Jack" genannt. Er ließ sich am Burrard Inlet nieder und eröffnete dort einen Saloon. Damit war der Grundstein für das erste Stadtviertel gelegt: "Gastown"

Da die Briten damals fürchteten, das Gebiet würde durch die Amerikaner übernommen werden, erklärten sie das Festland zur britischen Kolonie, um so den aufkommenden Wohlstand unter ihrer Kontrolle zu halten. 1859 wurde New Westminster gegründet und zur Hauptstadt der Provinz erklärt.
Später wurde es dann Victoria und nicht - wie viele vielleicht glauben - Vancouver.

1886 wurde die Stadt Vancouver dann endlich offiziell gegründet. Einer der wichtigsten Momente in der Geschichte der jungen Stadt war die Erweiterung der "Canadian Pacific Railway" im Jahre 1887. Die Eisenbahn reichte nun quer übers Land und brachte Tausende von Menschen in die Gegend, die hier Geschäfte machten und sich niederließen. Ein sprungartiges Wachstum begann. Die Bevölkerung wuchs innerhalb von vier Jahren von 400 auf 13,000 an.

Heute leben knapp 2 Millionen Menschen im Großraum Vancouver, doch das tut dem Freizeitwert der Stadt keinen Abbruch. Das Klima ist so mild, dass man an manchem Wintertag morgens in den Bergen Skilaufen und sich nachmittags an den Strand legen kann.
Oder man macht sich zu Fuß auf dem Weg, die überschaubare Innenstadt zwischen Burrard Inlet und False Creek zu erkunden. Wem die eine oder andere Strecke dennoch zu weit zum Laufen ist, kann auf ein gut funktionierendes Nahverkehrsnetz zurückgreifen, mit dem sich auch die weiter entfernt liegenden Sehenswürdigkeiten erreichen lassen, wie dem großen Markt auf Granville Island oder dem Grouse Mountain in North Vancouver.

Sehenswertes

zum Seitenanfangbesondere Gebäude

Canada Place

Natürlich darf ein Besuch des Wahrzeichens der Stadt nicht fehlen: Canada Place. Das Center liegt im Herzen der geschäftigen Innenstadt direkt an der Uferlinie. Es war der kanadische Pavillon während der Weltausstellung 1986 und ist derzeit das Zuhause des World Trade Centers und des Vancouver Trade and Convention Centers.
Direkt am Canada Place können sogar große Ozeandampfer anlegen und ihre Passagiere in das Einkaufszentrum im Innern des Komplexes entlassen.
Gleich nebenan befindet sich das Abfahrtsterminal des Seabus Richtung North Vancouver sowie die Endstelle des Skytrains, der von hier Richtung Innenstadt, Science World, Stadium, New Westminster und Surrey abfährt.
Canada Place
Aufgenommen am: 20.05.2004
Canada Place
Ausblick vom Harbour Centre auf Canada Place
Aufgenommen am: 20.05.2004
Ausblick vom Harbour Centre auf Canada Place

Harbour Centre (The Lookout)

Wer gerne Ausblicke hoch über die Stadt liebt, kommt hier sicher auf seine Kosten.
Die Eintrittskarte zur Aussichtsplattform in 158 m Höhe ist gleichzeitig Tageskarte, so dass man beliebig oft am Tag wiederkommen kann, um den Ausblick bei Tag, in der Dämmerung und bei Nacht genießen zu können.
Direkt unterhalb der Aussichtsplattform befindet sich ein sich drehendes Restaurant, wo man vom Platz aus bei einem romantischen Dinner innerhalb einer Stunde einen Rundumblick über die Stadt bekommt.
Das Harbour Center ist das höchste Gebäude von Vancouver und wurde übrigens am 13. August 1977 von Neil Armstrong persönlich eröffnet, der an diesem Tag seinen Fußabdruck in Zement hier hinterließ.
Harbour Center
Die Eintrittskarte zum Aussichtsdeck des Harbour Centers ist gleichzeitig Tageskarte, so dass man sooft wiederkommen kann, wie man möchte.
Aufgenommen am: 20.05.2004
Harbour Center
Ausblick vom Harbour Centre auf Gastown
In der Straße (Water Street), die aus der Mitte heraus leicht nach rechts verläuft, befindet sich die berühmte Steamclock.
Aufgenommen am: 20.05.2004
Ausblick vom Harbour Centre auf Gastown
Ausblick vom Harbour Centre
Vorne links das rot/gelbe Gebäude ist das Dominion Building, hinten rechts die Kugel Science World.
Aufgenommen am: 20.05.2004
Ausblick vom Harbour Centre
Abendstimmung in Vancouver
Dieses Foto entstand am Abend von der Aussichtsplattform des Harbour Centers.
Aufgenommen am: 20.05.2004
Abendstimmung in Vancouver

Gastown (Steamclock, Gassy Jack Denkmal)

Ein Stück weiter östlich liegt Gastown, die Altstadt von Vancouver. 1858, während des Goldrauschs, eröffnete John Deighton hier den ersten Saloon, womit er praktisch die Stadt gründete. Wegen seiner Geschmätzigkeit wurde er von allen aber nur "Gassy Jack" genannt. Den Saloon gibt's nicht mehr, aber der Name des Stadtviertels blieb: Gastown.
Hier befindet sich auch die berühmte Steamclock, eine dampfbetriebene Uhr, die zu jeder vollen Stunde das Glockenspiel von Big Ben auf ihren Pfeifen imitiert. Trotz des gotischen Äußeren ist die Uhr nicht so alt wie sie aussieht. Der Erfinder und Uhrmacher Ray Saunders baute die Uhr 1977, um Dampf aus den Untergrundleitungen abzuleiten, die zur Beheizung örtlicher Gebäude benutzt wurden.
Noch ein Tipp: Gastown ist sehr touristisch gehalten und relativ sicher, allerdings sollte man nicht weiter als zum Gassy Jack Denkmal laufen. Die Gegend dahinter zählt nicht zu den besten Adressen.
Steamclock in Gastown, Vancouver
Im Hintergrund ist das Harbour Center über den Bäumen erkennbar.
Aufgenommen am: 20.09.2007
Steamclock in Gastown, Vancouver
Steamclock in Gastown
Aufgenommen am: 20.05.2004
Steamclock in Gastown
Gassy Jack Denkmal, Gastown, Vancouver
Der Stadtteil Gastown geht zurück auf den Siedler John "Gassy Jack" Deighton, der sehr geschwätzig gewesen sein soll.
Aufgenommen am: 20.09.2007
Gassy Jack Denkmal, Gastown, Vancouver

Dominion Building

Das 53 m hohe Domion Building wurde 1910 fertiggestellt und war mit seinen 14 Stockwerken damals das höchste Gebäude im gesamten britischen Reich.
Heute wirkt es neben den anderen hohen Gebäuden schon fast mickrig, doch ist es nicht gesichtslos wie manch moderner Glasturm, sondern besitzt eine Interessante Fassade und eine Dachkonstruktion, die sich über drei Stockwerke hinzieht.
Dominion Building
Zur Bauzeit des Gebäudes war es das höchste Gebäude im gesamten britischen Imperium.
Aufgenommen am: 20.09.2007
Dominion Building

Fairmont Hotel Vancouver

Die majestätisch angelegten Eisenbahnhotels waren schon immer etwas Einzigartiges in Kanada. Zu ihrer Zeit wurde nur das neueste und edelste in den Hotels verarbeitet, die über das ganze Land verstreut anzutreffen waren. Gebaut wurden die architektonischen Meisterwerke von den beiden Gesellschaften Canadian Pacific und Canadian National.
Beim Hotel Vancouver (übrigens das dritte, das sich so nennen durfte) benötigte es 11 Jahre, bevor der Bau endlich abgeschlossen werden konnte. Die lange Bauzeit resultiert vor allem aus dem 5 jährigen Baustop während den Jahren der großen Depression. Es wurde gerade noch rechtzeitig im Mai 1939 fertig, als sich König George VI und Königin Elisabeth für einen Besuch ankündigten.
In den 90er Jahren wurde es für 70 Millionen Dollar komplett saniert, damit es sich auch in Zukunft zu den ersten Adressen in Vancouver zählen darf.

zum SeitenanfangShoppen / Flanieren

Robson Street

Die Einkaufsmeilen von Vancouver liegen in der Umgebung der Robson Street. Hier findet man Mode, Kosmetik, Sportartikel und alles, was es sonst noch in jeder Großstadt gibt.
Die Robson Street wurde übrigens nach John Robson benannt, dem Oberhaupt von British Columbia in den Jahren 1889 bis 1892. Die Straße fand das erste Mal Erwähnung, als 1895 hier Eisenbahnschienen verlegt wurden und die ankommenden Reisenden mit den nötigen Gütern versorgt werden mussten.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Straße praktisch ausschließlich von Europäern bevölkert, die hier zahlreiche Feinkostläden und Boutiquen eröffneten. Aus Robson Street wurde tatsächlich "Robson Straße".
Die deutsche Bezeichnung ist zwar inzwischen wieder Geschichte, doch was geblieben ist, ist eine große Auswahl an unterschiedlichen Einzelhandelsgeschäften und zahlreichen Restaurants.

Pacific Centre

Und das Shopping nimmt kein Ende: nur ein Block entfernt von der Robson Street bietet das Pacific Centres 200 weitere Läden und Geschäfte. Der Komplex erstreckt sich dabei über 3 Häuserblocks sowohl über- als auch unterirdisch.

zum Seitenanfangaußerhalb der Innenstadt

Kitsilano (Beach)

Nur wenige Minuten südlich des Zentrums gelegen, ist Kitsilano bekannt für seine junge, aktive Bevölkerung, seine vielen Strände, und seine großartige Aussicht auf die Berge. Es ist leicht einzusehen, warum seine Beliebtheit über die Jahre so angewachsen ist.
Die Gegend, einst das größte Hippie-Domizil des Landes, ist unglaublich gesundheitsbewusst. Entsprechend sind Jogger, Radfahrer und Rollschuhläufer natürlicher Bestandteil der Szene. Die Gemeinde bietet eine Überfülle von Restaurants, Buchläden, Theatern, Bars, Lebensmittel-Ständen und Boutiquen.
Der beliebte Vanier Park bietet Raum für das Vancouver International Children's Festival im Mai, ebenso wie für die sommerlichen Freiluft-Shakespeare-Bard on the Beach Aufführungen. Hier ist auch das Vancouver Maritime Museum und das Vancouver Museum zu finden.

Granville Island / False Creek

Granville Island ist 1916 entstanden, als man den False Creek ausgehoben hat und den Inhalt hier dann aufgeschüttet hat. Eigentlich ist es keine richtige Insel, denn ein schmaler Streifen Land verbindet sie mit dem südlichen Teil der Stadt.
Früher war die Gegend ein reines Industriegebiet, doch als die Lagerhallen und Fabrikgebäude nach und nach verlassen wurden, baute man sie zu Läden um. Es gibt zwar noch einige Industriezweige hier, doch der Hauptteil wird von den vielen Geschäften eingenommen.
Im Mittelpunkt steht der Public Market, ein riesiger, überdachter Obst- und Gemüsemarkt, wo auch Garküchen, Fleisch- und Fischhändler ihre Stände haben.
Zu erreichen ist die Halbinsel per Landweg nur von der Südseite aus. Die große Granville Island Bridge bietet zwar einen sehr guten Überblick über die Gegend, jedoch erlaubt sie keinen direkten Zugang.
Einfacher und vielleicht auch gemütlicher ist die Anreise mit einer der vielen kleinen » Fähren, die wie ein Fliegenschwarm auf dem False Creek unterwegs sind. Zusteigen kann man am Aquantic Centre, dem Maritim Museum, Yaletown, Stamps Landing und Science World ganz am östlichen Ende des False Creek.
Auf Granville Island hat man außerdem die Möglichkeit, sich Motorboote auszuleihen und so Vancouver vom Wasser aus zu besichtigen.
Fähre auf dem False Creek
Aufgenommen am: 21.05.2004
Fähre auf dem False Creek
Ausblick von der Granville Island Bridge
Aufgenommen am: 21.05.2004
Ausblick von der Granville Island Bridge

Stanley Park (Totempfähle, Aquarium, Prospect Point)

Wer es dagegen lieber etwas ruhig und erholsam angehen möchte, für den bietet sich der Stanley Park geradezu an. Der erste Stadtrat war so vorausschauend, dieses frühere militärische Sperrgebiet zu einer der Hauptattraktionen von Vancouver zu machen, in dem man nun neben dem Vancouver Aquarium eine Vielzahl weiterer Attraktionen vorfindet.
Wer diesen Park mit seinen zahlreichen Trails nicht zu Fuß erkunden möchte, kann sich am Parkeingang für einige Stunden Fahrräder ausleihen und den 10 km langen Seawall die Küste entlang radeln.
Etwas oberhalb der Zufahrt zur Lions Gate Bridge liegt Prospect Point mit schöner Aussicht auf die Lions Gate Bridge und die Einfahrt zum Burrard Inlet. Der Aussichtspunkt ist mit dem Auto genauso gut erreichbar wie zu Fuß durch den Park.
Ausblick vom Harbour Centre Richtung Stanley Park
Aufgenommen am: 20.05.2004
Ausblick vom Harbour Centre Richtung Stanley Park

zum SeitenanfangNorth Vancouver

Lions Gate Bridge

Es begann alles damit, dass die Guinness Familie Land auf der Nordseite der Bucht aneignete. Der Plan war, das Land zu entwickeln und Menschen dazu zu bewegen, hierher zu ziehen. Eine bereits bestehende Brücke wurde dabei als ungeeignet und zu weit entfernt eingestuft, so dass eine neue Brücke gebaut werden sollte. Selbst die Tatsache, dass eigens hierfür eine Zufahrtsstraße mitten durch den Stanley Park angelegt werden musste, interessierte während der großen Depression in den 30er Jahren wenig.
So begannen am 31 März 1937 die Arbeiten an der 1800 m langen Brücke, die bereits im nächsten Jahr feierlich eröffnet werden konnte. Heute befahren etwa 60.000-70.000 Autos täglich die Brücke.
Ein Spaziergang über die Brücke lohnt nicht wirklich, weil man von hier nur einen eingeschränkten Blick auf die Stadt hat und der Autolärm doch ziemlich störend ist.
Lions Gate Bridge
Aufgenommen am: 21.05.2004
Lions Gate Bridge

Capilano Suspension Bridge

Eine sehr wackelige Angelegenheit ist die Capilano Suspension Bridge in North Vancouver. Diese Hängebrücke spannt sich in einem weiten Bogen 137 m über einen 70 m hohen Abgrund. Man sollte also schwindelfrei sein, wenn man sich auf die schaukelnde Brücke begibt.
Zur Parkanlage gehören neben der längsten Fußgängerhängebrücke der Welt mehrere Gartenanlagen, eine Reihe Totempfähle, idyllisch gelegenen Seen, sowie die neueste Attraktion, Tree Top Adventure, ein Geflecht von mehreren Hängebrücken, die von Baumwipfel zu Baumwipfel führen.
Ob der hohe Eintrittspreis allerdings gerechtfertigt ist, soll jeder für sich entscheiden.
Capilano Suspension Bridge
Diese Hängebrücke spannt sich etwa 137m über einen 70m tiefen Abgrund.
Aufgenommen am: 20.05.2004
Capilano Suspension Bridge

Grouse Mountain

Fährt man die Straße an der Capilano Suspension Bridge vorbei bis zum Ende durch, erreicht man die Talstation der Grouse Mountain Seilbahn.
Oben erwartet einen ein weiter Ausblick über die Stadt im Mündungsgebiet des Fraser River. Allerdings ist man schon einige Meter von der Innenstadt entfernt, so dass man konkrete Gebäude wohl nur mit einem Fernglas und bei guter Sicht entdecken kann.
Auch hier stellt sich die Frage, ob es sich im Sommer lohnt, die weite und nicht gerade günstige Reise hierhin anzutreten, denn außer einem flüchtigen Blick auf die Stadt von der Bergstation der Bahn sowie einem Bärengehege ein paar Meter weiter gibt's für Nicht-Wanderer nicht viel zu tun.
Bärengehege auf dem Grouse Mountain
Aufgenommen am: 20.05.2004
Bärengehege auf dem Grouse Mountain

zum Seitenanfangweitere Fotos

Skyline von Vancouver
Dieser Blick ergibt sich, wenn man von North Vancouver mit dem Seabus hinüber setzt.
Aufgenommen am: 20.05.2004
Skyline von Vancouver
Brücke über den Fraser River bei New Westminster
Über die rote Brücke führt die Straße, vorne ist die Eisenbahnbrücke und hinter den beiden noch eine dritte Brücke für den SkyTrain.
Aufgenommen am: 19.05.2004
Brücke über den Fraser River bei New Westminster
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