Victoria

Startseite > Reiseziele > Kanada > British Columbia > Victoria > Beschreibung

Präsentation:

Beschreibung Stadtplan / Sehenswertes Touristeninformation Fotogalerie Links

Reiseberichte:

2004 Kanada
Verbesserungsvorschläge?

Beschreibung

Victoria, ganz an der äußersten Südspitze von Vancouver Island gelegen, ist die Hauptstadt der Provinz British Columbia. Etwa 300.000 Menschen nennen den Großraum Victoria ihr Zuhause und dennoch bleibt die Stadt überschaubar.
Viktorianische Architektur, rote Doppeldeckerbusse und Pferdedroschken versetzen den Besucher in die Kolonialzeit des British Empire zurück, aber auch die für Westkanada typischen Totempfähle fehlen nicht im Stadtbild Victorias. Dadurch entsteht eine äußerst stilvolle Verschmelzung der “alten” und der “neuen” Welt.

Die Salish Indianer waren wohl die ersten „Einwohner“, bevor das „Fort Albert“ 1843 von James Douglas gegründet wurde, der dort im Auftrage der Hudson Bay Company einen Außenposten zum Pelzhandel eröffnete. Noch im Juli desselben Jahres wurde es zu Ehren der britischen Königin umbenannt in “Fort Victoria”.
1849 wurde das Festland genau entlang des 49. Breitengrades geteilt, doch dieses Schicksal blieb Vancouver Island erspart. Die Insel wurde in ihrer Gesamtheit zur Kronkolonie Vancouver Island.
Der nächste entscheidende und wohl wichtigste Schritt für das Wachstum der Region waren Goldfunde auf dem Festland im Jahre 1858. Goldsucher aus der ganzen Welt, besonders aber aus Kalifornien und Australien, kamen nach Victoria, denn hier war der einzige Pazifikhafen der Region und auch die einzige Möglichkeit, sich mit Ausrüstung zu versorgen.
Victoria bekam Stadtrechte und wurde im Jahre 1871 dann sogar Hauptstadt der Provinz British Columbia, als die beiden Kronkolonien Vancouver Island und British Columbia zusammengelegt wurden.

Fast das gesamte 19. Jahrhundert hindurch war Victoria die größte und auch wirtschaftlich bedeutungsvollste Stadt im Westen Kanadas. Dies änderte sich erst mit der Fertigstellung der transkontinentalen Eisenbahn 1885, die in Vancouver endete.

Mit dem Bau des weltberühmten Empress Hotel 1908 begann Victorias Karriere als Touristenstadt. Das 7000 Räume zählende Haus ist nicht nur Victorias größtes Hotel, sondern auch die erste Adresse der Stadt.
Im Laufe der Jahre wurde das Empress mehrmals aufwendig renoviert, hat aber nichts von seinem ursprünglichen Charme verloren. Im Gegenteil: Man ist sehr darauf bedacht, die ursprüngliche Eleganz zu bewahren.

Ebenfalls am Inner Harbour gelegen, präsentiert sich das prächtige Parlamentsgebäude inmitten großzügiger, gepflegter Grünanlagen. Jeden Abend beleuchten Tausende kleine Lampen die Silhouette des Gebäudes. Man könnte meinen, man hätte einen Vertrag mit Disney gemacht.

Etwa 21 Kilometer nördlich der Stadt liegen die Butchart Gardens genau dort, wo Jennie Butchart 1904 anfing, einen stillgelegten Steinbruch mit Blumen zu verschönern.
Über eine Million Pflanzen werden jedes Jahr neu gesetzt, um von März bis Oktober eine ununterbrochene Blüte zu gewährleisten. Ebenso viele Besucher strömen jährlich in den Park, der aufgrund ganzjähriger Schönheit einen internationalen Ruf als erstklassiger Schaugarten an Kanadas Westküste genießt.

Victoria ist wohl die britischste Stadt außerhalb Großbritanniens, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass selbst heute noch mehr Einwohner britischer Abstammung in Victoria leben als irgendwo anders in Kanada.
Außerdem kam es in den letzten Jahren zu einer sehr starken Zuwanderung aus anderen Regionen Kanadas, vor allem von Senioren, Familien und Studenten, denn Victoria besitzt nicht nur ein einmaliges Flair, sondern auch ein sehr mildes Klima.
Es wurde also viel neuer Wohnraum benötigt. So wurde beispielsweise der Bereich des Inner Harbour direkt auf der anderen Seite der Zugbrücke neu bebaut. Hier hatte sich bis 1911 noch ein “native village” befunden, später siedelte sich hier Industrie (vor allem Schiffbau und Metallverarbeitung) an, die dann jedoch zugunsten neuen Wohnraums verschwunden und nach Vancouver abgewandert ist.

Heute lebt Victoria zum großen Teil vom Tourismus. Wichtige Voraussetzungen dafür waren die Fertigstellung des Trans Canada Highway 1958 und regelmäßige Fährverbindungen nach Vancouver (Personen- und Autofähre nach Tsawwassen) und Seattle (Victoria Clipper, eine schnelle Personenfähre).
Beim Beacon Hill Parks, am Ende der Douglas Street, markiert ein Pfosten die Meile "0" des Trans Canada Highway, der über 8000 km quer durch ganz Kanada bis St. John auf Neufundland verläuft.

» mehr zu den Highlights der Stadt Victoria (Stadtplan / Sehenswertes)

zum Seitenanfang