Hammerfest

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Beschreibung

Die 1789 gegründete Stadt Hammerfest gilt als die nördlichste Stadt der Welt, obwohl man diesen Titel inzwischen an Honningsvåg abgeben müsste. Trotzdem kommen die Touristen auf Grund dieser Tatsache gerne hierher, denn ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten. Einige bunte Holzhäuser stehen in einem Halbkreis angeordnet um eine Bucht, ansonsten prägen einfache zweckmäßige Bauten das Stadtbild, die nach dem zweiten Weltkrieg errichtet worden waren, nachdem Hammerfest dem Erdboden gleich gemacht wurde.

Die Stadt liegt auf dem 70. Breitengrad und damit nördlich des Polarkreises. Das hat zur Folge, dass hier die Sonne im Sommer kaum untergeht, dafür sich aber im Winter tagelang nicht blicken lässt. Mitunter ein Grund, warum Hammerfest als erste Stadt in Europa mit einer elektrischen Straßenbeleuchtung im Jahre 1891 ausgestattet wurde.
„Was denken Sie, warum in der dunklen Zeit nicht geheiratet wird?“ - "Weil dann die Hochzeitsnacht zu lang ist", so spaßen die Einwohner gerne. Jedes Jahr wird der Tag gefeiert, an dem die ersten Sonnenstrahlen wieder über den Horizont gekrochen kommen. An diesem Tag haben die Kinder sogar schulfrei.

Die meisten der etwas über 9000 Einwohner leben von der Fischerei, insbesondere vom Walfang. Die Fischkutter, Frachter und Versorgungsschiffe gehören im ganzjährig eisfreien Hafen einfach zum gewohnten Bild.
Im Sommer halten sich regelmäßig auch noch rund 5000 Rentiere von den Samen aus Karasjok und Kautokeino in die Gemeinde auf, denn hier haben sie ihre Sommerweiden und fressen nicht selten auch die Blumen in den Parkanlagen ab.

In Hammerfest zu leben bedeutet, tatsächlich am Ende der Welt zu leben. Die nächsten größeren Städte, Tromsø und Kirkenes liegen jeweils über 500 km entfernt.

Das Wappentier der Stadt ist der Eisbär und so gibt es in der Stadt auch einen Eisbärenclub, in dem jeder Mitglied werden kann. Man erhält sogar ein offizielles Zertifikat. Mit dem einmaligen Mitgliedsbeitrag finanziert man ein Museum über den Fischfang in nördlichen Gewässern.
Zum Mitgliederkreis gehören selbstverständlich der amtierende König Harald und sein Vater König Olav. Selbst Elvis Presley wollte Mitglied im einmaligen Club werden, doch jeder muss persönlich erscheinen und dafür fehlte dem großen Star offensichtlich die Zeit.
Kurios an der ganzen Sache ist nur, dass es in dieser Gegend überhaupt keine Eisbären gibt. Der nächste Ort mit den weißen Bären ist das zu Norwegen gehörige Spitzbergen...

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