
Die Gemeinde Karasjok hat 2900 Einwohner und bedeckt eine Fläche von 5464 km².
Der Ort Karasjok ist verkehrstechnisch und kulturell ein Knotenpunkt im Sameland und neben Kautokeino die zweite Stadt in der Finnmark, in der vorwiegend Samen leben. Viele der wichtigsten samischen Einrichtungen befinden sich hier wie eine samischen Schule, in der u.a. die Rentierzucht gelehrt wird, die Redaktion der eigenen samischen Zeitung "Sami Àigi", das Parlament Sametinget und eine Rundfunk/Fernsehstation..
Neben dem samischen Themenpark Sápmi bietet Karasjok seinen Gästen viele spannende Erlebnisse und Aktivitäten in einer herrlichen Naturumgebung.
Wer in Karasjok allerdings Lapplandromantik mit schnaubenden Rentieren erwartet und Samen in bunter Tracht fürs Teleobjektiv, der wird im Sommer recht enttäuscht sein: Die Rentiere grasen auf den Sommerweiden und die Samen mit ihren sternförmigen Mützen verkaufen auf dem Weg zum Nordkap ihre Waren.
Zu Ostern hat man vielleicht mehr Glück, die Bewohner in ihrer markanten Tracht zu sehen, wenn sie zur Kirche fahren, oder mit dem Scooter auf dem Weg zu ihrer Herde sind. In dieser Zeit scheint die Sonne mit 12 Stunden schon länger aus in mitteleuropäischen Breiten und trotzdem liegt die Landschaft noch unter einer hohen Schneedecke.
Eine der schönsten Wanderungen nördlich des Polarkreises führt von Karasjok in 4- 6 Tagen über die leicht hügelige Finnmarksvidda bis nach Alta. Der Herbst ist dafür sicher die schönste Jahreszeit, wenn die Blätter sich leuchtend Gelb und flammend Rot gefärbt haben. Mit etwas Glück kann man dann auch die Samen bei der Rentierscheide beobachten.
Karasjok liegt im Herzen von Sameland, 18 km von der finnischen Grenze entfernt und ist ein natürlicher und wichtiger Halt auf dem Weg zum Nordkap.
Die Häuser der Kleinstadt verteilen sich am Ufer des Karasjokka ohne erkennbaren Ortskern.