
Narvik ist die Hauptstadt der gleichnamigen Kommune und drittgrößte norwegische Stadt nördlich des Polarkreises mit ca. 20.000 Einwohnern.
Zuerst hieß die Ortschaft Victoriahavn, was 1899 in Narvik umgeändert wurde.
1902 wurde die Ofotbahn nach Kiruna in Schweden über das Bjørnfjell eröffnet, die praktisch die Grundlage für die Entwicklung der Stadt bildete. Diese Bahn transportiert Eisenerz aus den Bergwerken nach Narvik, weil hier durch den Golfstrom begünstigt das ganze Jahr über der Hafen eisfrei ist. Das ist sehr wichtig, um die Auslieferung das ganze Jahr garantieren zu können.
Die Strecke wird auch von Personenzügen bedient. In Kiruna hat man dann die Möglichkeit, Richtung Stockholm umzusteigen. Auf norwegischer Seite führt die nördlichste Eisenbahn von Norwegen nicht weiter.
Die Hafenstadt Narvik war für die deutschen Besatzer während des 2. Weltkrieges von Bedeutung, weil von dort aus das "kriegswichtige" schwedische Eisenerz vom besetzten Norwegen nach Deutschland verschifft werden konnte.
Infolge anschließender schwerer Kämpfe wurde Narvik schwer zerstört und nach dem Krieg fast vollständig wieder neu aufgebaut.
Wer mehr darüber erfahren möchte, der ist im "Krigsminne Museum" am besten aufgehoben.
Obwohl es hier praktisch keine Industrie gibt, wirkt Narvik dreckig wegen den Erzverladungen und dem damit verbundenen Staub, der sich als Grauschleier über die ganze Stadt legt.
Dabei besitzt Narvik eine malerische Lage auf einer Landzunge zwischen zwei Fjorden. Im Süden liegt die berühmte Gebirgssilhouette "den sovende Dronning" (die schlafende Königin) und die höchste Erhebung liegt im Storsteinfjell mit 1893 m. Eine Seilbahn führt auf diesen Hausberg hinauf, von wo man die schöne Aussicht auf die Stadt genießen kann. Von hier sehen die hochmodernen Frachter, die im Schnitt 100.000 Tonnen Eisenerz fassen können, wie Spielzeuge aus.
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