Norwegen

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Naturphänomene

Mitternachtssonne

Ort erster Tag letzter Tag
Nordkapp 14.05. 29.07.
Hammerfest 16.05. 26.07.
Vardø 17.05. 25.07.
Tromsø 20.05. 22.07.
Harstad 24.05. 18.07.
Narvik 25.05. 18.07.
Svolvær 28.05. 14.07.
Bodø 03.06. 08.07.

Die Sonne scheint im Norden an einigen Tagen im Jahr 24 Stunden lang. Am geographischen Nordpol sind es genau 182 Tage. Je weiter man sich Richtung Süden bewegt, desto weniger Tage pro Jahr sind es, bis zum Polarkreis (66,6°N), wo das Schauspiel an nur einem einzigen Tag zu erleben ist: der 21.Juni.
Der Grund dafür liegt grob gesprochen darin, dass die Erde im Vergleich zur Sonne schief steht. Im Winter zeigt der Norden von der Sonne weg. Das ist, als ob man seinen Globus im Liegen betrachten würde. Vom Nordpol ist dann nicht mehr viel zu sehen.
Im Sommer dagegen, wenn die Erde auf der anderen Seite der Sonne steht, ist der Nordpol ihr zugewandt. Die Sonne kann also über die Kugel hinweg strahlen und so auch Teile der Rückseite beleuchten, in denen es eigentlich Nacht sein müsste.

Ewige Nacht

Ort erster Tag letzter Tag
Nordkap 18.11. 23.01.
Hammerfest 21.11. 21.01.
Vardø 22.11. 20.01.
Tromsø 25.11. 16.01.
Harstad 30.11. 11.01.
Svolvær 04.12. 07.01.
Bodø 15.12. 28.12.

Die ewige Nacht ist die Kehrseite der schönen Mitternachtssonne. Wenn die Sonne unterhalnb des Polarkreises auf der Südhalbkugel nicht untergeht, bleibt es in Nordskandinavien dunkel.
Doch ganz so trostlos sind diese "ewigen Nächte" auch wieder nicht. Die gesamte Landschaft versteckt sich unter einer weißen Schneeschicht, die das Sternenlicht reflektiert. Ja, und dann gibt es ja auch noch das Polarlicht.

Polarlicht

Das Polarlicht ist eine interessante kosmische Erscheinung, die durch Korpuscularstrahlen hervorgerufen werden, die von der Sonne ausgehen (Sonnenwind). Diese Teilchen sind dann mit einer Geschwindigkeit von etwa einer Millionen Stundenkilometern drei bis 5 Tage unterwegs bis zur Erde, wo sie im magnetischen Feld abgelenkt werden und zwar in Richtung der Pole (daher auch Polarlicht). Dort konzentrieren sie sich dann stärker und treffen mit einer Geschwindigkeit von etwa 40000 km/h auf Luftmoleküle, wodurch diese zum Leuchten angeregt werden.
Ein Polarlicht ist daran zu erkennen, dass es sich ständig ändert. Mal sind es Strahlen, dann im nächsten Moment ein Lichtfeld oder kleinere einzelne Felder und auch die Farben ändern sich. Die Grüntöne werden durch Stickstoff hervorgerufen, Sauerstoff leuchtet eher rot.
Diese Energieumwandlungen finden übrigens praktisch täglich statt, nur kann man sie nur bei Dunkelheit sehen.

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