
Beim Bau der Berninabahn wurde vollkommen auf Zahnstangen verzichtet, womit die Bahn keine zu großen Steigungen überwinden kann. Lange galten 5% Steigung für Dampfloks als steilste machbare Steigung. Deshalb entschloss man sich, auf der Berninabahn von Anfang an elektrisch zu fahren und konnte die maximale Steigung auf 7% anheben, womit die Berninabahn nicht nur die höchste Adhäsionsbahn der Alpen ist, sondern auch die steilste der Welt.
Dennoch kam man um etliche Kunstbauten nicht drumherum. Das berühmteste Bauwerk ist der Kreisviadukt bei Brusio, einzig aus dem Zweck erbaut, die Strecke künstlich zu verlängern und damit die maximale Steigung von 7% zu wahren.
Der Viadukt ist 107m lang, verläuft in einem Viertelkreis mit 50 bis 70m Radius und besitzt 9 jeweils etwa 10m breite Bögen. Durch den vierten Bogen verläuft die Strecke von Süden kommend und unter- bzw. überquert sich damit selbst.
Die Strecke verläuft hier insgesamt in einem Vollkreis, wobei ein Halbkreis auf einer Wiese zurückgelegt wird und jeweils ein Viertelkreis auf dem Viadukt und auf dem Felsvorsprung oberhalb der Wiese.
Der nächstliegende Ort ist Brusio, im Jahre 1106 erstmals urkundlich erwähnt. Das Ortsbild prägen die barocken Türme der beiden Kirchen San Carlo Borromeo (1617, katholische Pfarrkirche) und der reformierten Pfarrkirche (1645). Im Dorfkern befinden sich mehrere stattliche Bürgerhäuser, darunter die als Museum eingerichtete Casa Besta.
Wirtschaftlich ist Brusio vor allem für seine Weinkellereien, die den im nahen Veltlin angebauten Rotwein abfüllen und in der Schweiz vertreiben.
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http://www.brusio.ch/ Brusio |
http://de.wikipedia.org/wiki/Brusio Brusio (Wikipedia) |