Mesa Verde NP

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Parkplan / Sehenswertes

Die Zufahrtsstraße passiert im Norden zunächst Park Point, den höchsten Aussichtspunkt von Mesa Verde. Ein kleiner Spaziergang führt auf 2621 m Höhe hinauf, von dem aus die gesamte Mesa Verde, nach Westen der Sleeping Ute Mountain, nach Südwesten bei klarer Sicht der Shiprock und nach Nordosten die San Juan Mountains zu sehen sind.
Danach sollte man im Far View Visitor Center (8-17 Uhr) Tickets für die Besichtung von Cliff Palace, Balcony- oder Long House kaufen. Diese Klippenwohnungen können ausschließlich auf jeweils einstündigen rangergeführten Touren besichtigt werden.

Mesa Verde NP

zum Seitenanfang Spruce Tree House

Vom Parkplatz beim Spruce Tree House erreicht man gleich mehrere Ziele:

Petroglyph Point Trail, Mesa Verde NP Aufgenommen am: 18.09.2002 Spruce Tree House, das Tannenbaumhaus, heißt so, weil vor über 100 Jahren eine Douglas-Tanne genau vor ihm wuchs und mit ihren Wipfeln bis hinauf zum Plateau reichte. Als das Klippenhaus damals von Wetherill und seinem Schwager entdeckt wurde, kletterten sie an dieser Tanne, die dann später einem anderen Erforscher zum Opfer fiel, hinab in die Ruine.
Spruce Tree House, Mesa Verde NP Am Ende des Petroglyph Point Trail hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Spruce Tree House, hier in der Abenddämmerung. Aufgenommen am: 18.09.2002 Spruce Tree House ist das drittgrößte und besterhaltene der Dwellings auf der Mesa Verde.
Es umfasst etwa 114 Räume und 8 Kivas und bot etwa 100 Menschen Unterkunft. Knapp 2 x 2,50 m groß waren die Räume, in denen eigentlich nur in den Wintermonaten gewohnt wurde, ansonsten zog man sich dorthin wohl nur zum Schlafen oder zum Arbeiten zurück.
Schön ist bei First Courtyard zu sehen, wie die Dächer zweier Kivas flach gehalten sind, um als Hof- und Arbeitsfläche zu dienen. Dort fällt auch ins Auge, dass sowohl rechteckige als auch T-förmige Türen nebeneinander verwendet wurden, was wohl eine Frage persönlichen Geschmacks war. Solche Türen wurden in den Wintermonaten durch eine Steinplatte verschlossen.
An anderen Stellen sind Reste eines Balkons und von Malerei auf dem Innenputz mancher Räume erhalten.
Eines der rekonstruierten Kivas kann über die übliche Öffnung im Dach auch von innen besichtigt werden.

zum Seitenanfang Balcony House

Das erst 1278 fertiggestellte Balcony House oberhalb des Soda Canyon ist vermutlich eine der jüngsten Cliff Dwellings in Mesa Verde. Die versteckte Lage und der schwierige Zugang – über Leitern und durch einen 4 m langen Tunnel – weisen darauf hin, dass beim Bau verteidigungsstrategische Überlegungen im Vordergrund standen.
Balcony House heißt so wegen einer noch gut erhaltenen Terrasse, die vom nördlichen Hof ausgehend an der Brüstung auf der zweiten Etage verläuft. Über diesen Balkon konnten die Bewohner in die Räume des zweiten Stockwerks gelangen. Ein zweiter Hof liegt im südlichen Teil des Komplexes, in den zwei Kivas mit Flachdach integriert waren, so dass der Raum darüber als Arbeitsfläche genutzt werden konnte. Ursprünglich muss es wohl eine direkte Verbindung zwischen den beiden Höfen gegeben haben, die jedoch später zugemauert wurde.
Ein besonderer Luxus ist im Balcony House zu finden: zwei Quellen, von denen eine ständig Wasser führt. Sie ersparte den Bewohnern das lästige Heranschaffen von Wasser in großen Tonkrügen von den großen Wasserspeichern oben auf der Mesa oder vom Fluss im Talboden.

zum Seitenanfang Cliff Palace

Cliff Palace Cliff Palace kann leider nur im Rahmen einer Ranger geleiteten Führung besichtigt werden. Hier der Blick von oben. Aufgenommen am: 02.06.2001 Das sehenswerteste aller Cliff Dwellings Nordamerikas, Cliff Palace, liegt in einer großen Höhle mit einer Spannweite von über 100 m, zu der ein System an Treppen hinabführt. Mit mehr als 200 Räumen auf bis zu vier Etagen, 23 Kivas und Platz für 250 Bewohner ist Cliff Palace zudem das größte.
Um diese Fülle an Gebäuden zu errichten, musste zunächst das Fundament in der Höhle halbwegs auf ein Niveau angeglichen werden. Nicht alle Räume wurden bewohnt, ein großer Teil diente als Speicherplatz, beispielsweise jene Konstruktion, die im hinteren Teil der Höhle schmale Spalten hoch oberhalb des Bodenniveaus verschließen. Der Zugang dorthin war zwar beschwerlich, jedoch war es dort trocken und kühl.
An manchen Stellen ist noch bemalter Mörtel vorhanden, der einen Eindruck davon vermittelt, dass die Asnasazi auch Sinn für Gebrauchskunst innerhalb der eigenen vier Wände oder im Kiva hatten.

zum Seitenanfang Sun Temple

Populärste Ziele am westlichen Ast der Ruins Road sind Sun Temple und Sun Point Overlook, die sich auch als exzellente Aussichtspunkte mit Blick auf Cliff Palace empfehlen.
Der D-förmige, niemals fertiggestellte Bau des Sun Temple steht unmittelbar am Rande eines Plateauvorsprungs oberhalb des Fewkes Canyon. Der für die damaligen Verhältnisse immens große Bau gibt Rätsel auf: Welchen Zweck sollte er dienen? Sicher haben kultische Motive zur Errichtung geführt. Am Südwest-Ende des Gebäudes wurde ein Stein mit drei kleinen Einkerbungen gefunden, der möglicherweise den Sonnenstand messen sollte, um den Wechsel der Jahreszeiten bestimmen zu können – daher der Name Sun Temple. Etwa 3,50 m hoch müssen die Wände gewesen sein.

zum Seitenanfang Wetherill Mesa

Die 19 km lange, kurvenreiche Strecke zur Wetherill Mesa ist nur von Ende Mai bis Anfang September geöffnet. An ihrem Ende präsentiert die Step House Ruin das architektonische Erbe zweier Perioden, Grubenhäuser der Korbflechter (7.Jh.) und klassische Puebloruinen aus dem 13.Jh..
Das weiter südlich gelegene Long House fällt durch seinen großen, zentralen Platz auf, der mit Sicherheit für Tänze und religiöse Zeremonien genutzt wurde. Die zweitgrößte Cliff Dwelling im Park mit 150 Räumen und 21 Kivas besitzt eine weitläufige, im Vergleich zu Cliff Palace aber weniger kunstvolle Bebauung.

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