Rocky Mountain NP

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Beschreibung

zum Seitenanfang Geschichte

Archäologische Funde lassen den Schluss zu, dass vor etwa 7500 bis 5800 Jahren das Parkgebiet Lebensraum steinzeitlicher Jäger und Sammler war. Die Menschen dürften sich zumindest während des Sommers in den fruchtbaren Gebirgstälern aufgehalten haben. Das Klima war bedeutend milder als in den darauffolgenden Jahrtausenden.
Zur Zeit der Entdeckung durch die Weißen zu Beginn des 18. Jh. waren die Hochtäler des Parks und der benachbarte Estes Park Jagdgebiet der Arapaho-Indianer. Uralte Indianerpfade, die zum Teil mit heutigen Wanderwegen oder Parkstraßen zusammenfallen, sind Relikte aus jener Zeit.

Die Arapaho lebten bereits in der Reservation in Wyoming, als 1859 Joel Estes, ein erfolgreicher Goldsucher, erstmals das Weideland betrat, das er 1863 in Besitz nahm und nach ihm benannt wurde: Estes Park. Mit dem Begriff ,Park’ bezeichneten die Pioniere Bergwiesen und Alpweiden mit lockerem Baumbestand.
Estes Park wurde zum Ausgangsort für Ausflüge in das spätere Parkgebiet und insbesondere für die Besteigung des Longs Peak, den der kriegsversehrte Flussforscher und Begründer des US Geological Survey, John Wesley Powell, 1868 als erster Weißer begangen hatte.
Um 1900 wurden die ersten Hotels gebaut, wie das Longs Peak Inn des Bergführer und Naturfreund Mills, einem der Hauptinitiatoren des Nationalparkprojekts, das 1915 durch Kongressentscheid verwirklicht wurde.

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zum Seitenanfang Geologie

Die Gebirge bestehen zur Hauptsache aus rund 1,8 Mrd. Jahre altem Sediment- und metamorphem Gestein wie Gneis und metamorphem Schiefer sowie jüngerem Granit.
Eine erste gebirgsbildende Phase erfuhr die Gegend vor rund 1,6 Mrd. Jahren, eine weitere vor etwa 300 Mio. Jahren. Es folgten Jahrmillionen, in denen die Verwitterung den Gebirgsbildungsprozess überwog und das Gebirge zur Ebene abgetragen und schließlich vom Meer überflutet wurde. Dies belegen die noch teilweise vorhandenen kontinentalen und maritimen Ablagerungen.
Die Bildung der heutigen südlichen Rocky Mountains vor 120 bis vor etwa 50 Mio. Jahren steht im Zusammenhang mit plattentektonischen Bewegungen, insbesondere der Verschiebung der nordamerikanischen Platte in Richtung Nordwesten, wobei sie auf die Pazifikplatte stößt.
Diese Kollision bewirkte im Bereich der südlichen Rocky Mountains ein horizontales Zusammendrücken der Gesteinsschichten um 140 km und eine Verdickung der Erdkruste um 8 km, was von unter- und überirdischen Vulkanismus begleitet wurde. In die alten sich hebenden und faltenden Sedimentschichten drangen riesige Mengen flüssigen Magmas teilweise metamorphosiert ein.
Die Eiszeitglättscher, die sich in den vergangenen 2 Mio. Jahren mehrmals über das Gelände geschoben haben, hinterließen die charakteristischen Spuren wie Trogtäler, Moränenhügel und zahllose Firn- und Gletscherseen.

zum Seitenanfang Pflanzenwelt

Der Park weist 3 Vegetationszonen auf.
Bis zu einer Höhe von etwa 2800 m wechseln sich satte, blumenreiche Wiesen und gesunde Mischwälder ab. Die Bäume dieser Zone sind an trockeneren Stellen in den unteren Regionen Douglas-tannen und Gelbkiefern, an feuchteren Stellen und entlang den Flussufern Blaue Stechfichten, verschiedene Pappelarten, Erlen, Birken und Weiden. In den höheren, steinigen und trockenen Bereichen dieser Zone sind Wacholder und verschiedene Sträucher verbreitet.
Die zweite Zone reicht von 2800 m bis zur Baumgrenze auf 3400 m Höhe. Hier dominieren Nadelbäume wie Engelmannfichten, Weichkiefern und Felsengebirgstannen, deren Wuchs mit zunehmender Höhe immer kümmerlicher wird.
Über der Baumgrenze gedeihen nur noch wenige Zentimeter hohe wetterharte, an hochalpine Bedingungen angepasste Pflanzen wie Kräuter, winzige, meistens farbintensive Bergblumen, Gräser und Flechten.

zum Seitenanfang Tierwelt

Die noch weitgehend unberührte Bergwelt der Rocky Mountains bietet einigen großen Säugetieren idealen Lebensraum.
Zum klassischen Bild des Felsengebirges gehören zweifellos Dickhornschafe und Wapiti-Hirsche,
die beide hier verbreitet sind. Das Parkgelände gehört ferner zu den südlichsten Verbreitungsgebieten des Grislybären, der als Einzelgänger ein großes Revier beansprucht und daher nur in geringer Zahl und zudem nur in sehr abgelegenen Teilen vorkommt, sowie einige Schwarzbären, die ebenfalls sehr selten gesichtet werden.
Um so stärker vertreten sind mittelgroße und vor allem kleine Säuger wie Erd- und Baumhörnchen, Pfeifhasen oder Pikas, Schneehasen, Murmeltiere, Biber und Marder. Etwas weniger zahlreich sind die scheuen, nachtaktiven Kojoten, Füchse und Rotluchse.
Von den 256 bisher im Park festgestellten Vogelarten sind etwa 160 Arten regelmäßige Teil- und Ganzjahresbewohner. Häufig beobachtet werden Spechte, Häher, Raben, Tyrannen, Schwalben, Wanderdrosseln, Junkos, Schwarzstärlinge, Wasseramseln und verschiedene Greifvögel.

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