Beschreibung
Am 24. Januar 1848 wurde im American River das erste kalifornische Gold-Nugget entdeckt. Per Planwagen, im Boot aus Europa (um Kap Horn!), Australien, Südamerika und China strömten die Fortyniners auf der Suche nach dem schnellen Glück herbei. Innerhalb eines Jahres verfünfzehnfachte sich die Einwohnerzahl Kaliforniens von 2000 auf 30000!
500 neue Orte entstanden in den Bergen. Wo immer man auf Gold stieß, wurde ein neues Camp errichtet. "Heureka, ich hab's gefunden", das offizielle Motto Kaliforniens hallte tausendfach von den Bergen der Sierra Nevada wider. Wie rau es damals zuging, dokumentieren Ortsnamen wie Murderer's Bar oder Hangtown.
Die meisten Städtchen existierten nur kurz, manche, wie die kalifornische Hauptstadt Sacramento haben sich prächtig entwickelt, andere überdauerten die Zeit als Geisterstadt, so wie Bodie.
Hier ist die Zeit auf sehr dekorative Art stehen geblieben.
Die 170 windschiefen Holzhäuser samt Inventar wurden nicht restauriert, nur durch die Errichtung eines State Park vor weiterem Verfall bewahrt und tragen so zu jener authentischen Atmosphäre bei, die anderen, touristisch aufbereiteten Ghost Towns oft verloren geht. Hier sieht man noch den Wilden Westen.
Durch halbblinde Scheiben und mottenzerfressene Gardinen kann man einen Blick auf staubbedeckte Möbel und undefinierbares Küchengerät werfen. Verteilt über das 200 ha große Gelände trifft man auf verrostete Autochassis aus den Kindertagen der Motorisierung, auf verbeulte Loren und Reste von Förderbändern. Imbissstände oder Souvenirshops hingegen sucht man vergebens.
Benannt wurde der Ort nach seinem Gründer William S. Bodey. Kaum ein Camp war so verrufen wie dieses. Bodie galt damals als eine der gesetzlosesten Städte im Wilden Westen - 60 Bordelle soll es gegeben haben, 35 Saloons und 3 Brauereien. Dabei herrschte im ganzen Gold Country zwischen 1849 und 1860 Anarchie: Mexiko hatte die Herrschaft über das Land an die Union verloren, aber diese war nicht in der Lage, für Recht und Ordnung zu sorgen. Schießereien, Mord, Totschlag und Lynchjustiz waren an der Tagesordnung. In der Stadtchronik ist das Abendgebet eines Mädchens vermerkt, das sich angesichts des Umzugs in die Bergbaugemeinde mit den Worten verabschiedete: "Leb wohl, lieber Gott, ich muss nach Bodie."
Old Methodist Church in der Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
Wohnraum in einem Haus in der Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
Tankstelle in der Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
das Innere der Apotheke in der Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
Hotel und Saloon in der Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
Schule in der Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
Klassenzimmer in der Schule der Geisterstadt Bodie
Anhand dieses Modells sieht man, dass schon die Kleinsten auf ihr Leben in der Mine und der Weiterverarbeitung vorbereitet wurden.
Aufgenommen am: 28.09.2009
Klassenzimmer in der Schule der Geisterstadt Bodie
Aufgenommen am: 28.09.2009
Mine, nahe der Geisterstadt Bodie
Zu Glanzzeiten der Stadt wurden hier Bodenschätze gefördert. Als die Mine keinen ausreichenden Ertrag mehr garantierte, verließen die meisten Bewohner die Stadt.
Aufgenommen am: 28.09.2009
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