San Francisco

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Präsentation:

Geschichte Geografie, Klima, Erdbeben Stadtplan / Sehenswertes Aussichtspunkt im Marine Headland
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Reiseberichte:

2007 USA-Querung per Zug 2002 USA Südwesten 2001 USA Südwesten 2000 Kalifornien & Las Vegas
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Geographie

San Francisco liegt am nördlichen Ende einer sehr hügeligen Halbinsel zwischen dem Pazifik und der San Francisco Bay, einer rund 60 km langen, geschützten Bucht, die den größten Naturhafen an der Westküste der USA bildet. Die einzige Verbindung zwischen der Bay und dem offenen Ozean ist das Golden Gate, eine 1,6 km schmale Meerenge.
Diese Öffnung in der sonst völlig geschlossenen Kette der Coast Mountains entstand geologisch durch den Grabenbruch der San Andreas Verwerfung, jener legendären Erdspalte, die auch für die ständige Erdbebengefahr in der Stadt verantwortlich ist.

Beiderseits des Golden Gate blocken Hügel die Bucht vom Meer ab - im Norden die Hügel von Marin County, im Süden die gut 40 Hügel, auf denen San Francisco liegt. Die wichtigsten dabei sind Twin Peaks (277 m und 275 m), Nob Hill (110 m), Russian Hill (90 m) und Telegraph Hill (90 m).
Vom Pazifik bis zur Bay sind es quer über die Halbinsel nur maximal 15 km Luftlinie.

Klima

Die Bay Area besitzt eigentlich mediterranes Klima, das heißt sonnige, trockene Sommer und etwas kühlere, feuchte Winter. Dies gilt für Oakland und alle anderen Städte an der Bay, nur nicht für das nebelgeplagte San Francisco. Juli und August werden beherrscht von einem dramatischen Wechselspiel zwischen Nebel und Sonne, das die Temperatur senkt.
Kritisch wird es dann, wenn sich im Sommer das Land unter der Kalifornischen Sonne aufheizt und sich durch den hohen Temperaturunterschied zwischen der Luft über dem Land und dem kalten Meer an der Küste Nebel bildet.
Die weißen Schwaden reichen nie weit ins Land hinein, weil ihnen die Küstenberge den Weg versperren, mit der Ausnahme des Golden Gates. Hier kann der Nebel ungehindert über die Bucht einziehen und die goldrote Brücke, Alcatraz und Fisherman's Wharf in feuchtkühle Wolken hüllen. Ein paar Meter weiter löst sich der Nebel auf, wenn er auf trockene, heiße Luft vom Landesinneren trifft.

Erdbeben

San Francisco ist auf unsicherem Boden gebaut. Die Stadt liegt direkt neben dem berüchtigten San-Andreas-Graben, der die Trennlinie zwischen zwei riesigen Kontinentalschollen bildet - der Pazifischen und der Nordamerikanischen Platte.
Diese bis zu 300 km dicken Schollen driften mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 cm pro Jahr auf dem zähflüssigen Magma des Erdmantels aneinander vorbei.
Dabei reiben sie sich, verkanten und reißen sich wieder voneinander los – mit einem Ruck, der Kalifornien erbeben lässt. Hunderte von kaum spürbaren Mikrobeben werden alljährlich entlang der ganzen Risszone, die sich von San Francisco aus nach Süden zieht, registriert.

Alle zwei Jahrhunderte etwa rüttelt ein "Big One" Kalifornien durch, das letzte 18. April 1906 mit einer Stärke von 8,2. Beben bis zur Stärke 7 können die modernen Gebäude mühelos verkraften.
Es dauerte lange, bis San Francisco wirklich in die Höhe schoss. In den 20er Jahren, als in New York und Chicago immer höher gebaut wurde, saß den Architekten an der Bay noch der Schreck des großen Erdbebens von 1906 in den Gliedern. Daher gehen die meisten Gebäude jener Zeit nicht über 10 bis 15 Stockwerke hinaus. Erst in den 60er Jahren wagte man wieder, höher zu planen, seit spezielle Techniken für den bebensicheren Bau entwickelt wurden.
Das Beben von 1989 bewies die Standfestigkeit: Die meisten zerstörten Häuser waren die nicht erdbebensicheren 3- bis 4-stöckigen Häuser des Marina Districts.

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