Canyonlands NP

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2006 USA Südwesten
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Beschreibung

Geschichte

Archäologen vermuten, dass die ersten Menschen sich vor 4000 bis 5000 Jahren im Parkgebiet aufgehalten haben. Die Fremont People, ein halbsesshaftes Indianervolk, lebte von 850 bis 900 n.Chr. im Park. Ihnen werden die Felsenmalereien im südlichen Parkteil zugeschrieben.
Ihre Nachfolger waren die Anasazi-Indianer, die bis um etwa 1300 im südlichen Parkteil und südlich des Parks in Felsnischensiedlungen und Höhlenbauten gehaust haben.
In den Überschwemmungsgebieten der Flüsse bauten sie Mais, Kürbis und andere Agrarprodukte an.
Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts lebten Ute- und Navajo-Indianer im und um das Parkgebiet.
Sie wurden von den ins Land strömenden Viehzüchtern, Cowboys, Pferde- und Viehdieben und Mormonenmissionaren verdrängt. Die Benennung mancher Canyons, Täler und Hochebenen erfolgte durch jene Missionare.
Im Jahre 1869 und erneut 1871 unternahm der flusserfahrene Kriegsveteran Major John Wesley Powell die ersten halsbrecherischen Expeditionen auf den weiten Strecken völlig unbekannten Green und Colorado Rivers. Dabei wurden die Canyons erstmals geologisch und fotografisch erfasst und wiederum vieles, u.a. der berüchtigte Cataract Canyon, welcher Powell und seinen Leuten samt Ausrüstung arg zugesetzt hatte, benannt.
Von 1869 bis 1900 diente Canyonlands den berüchtigten Banditen Butch Cassidy und Sundance Kid und ihrer ’Wild Bunch’ als Unterschlupf. Das Gebiet wurde 1964 zum Nationalpark erklärt.

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Geologie

Im Parkgebiet liegen etwa ein Dutzend verschiedener Sandsteinschichten, vermischt mit Kies und Kalkstein, übereinander und bilden eine mehr als 1500 m hohe Decke. Diese wird von einer fast ebenso dicken Salzschicht unterlagert. Das Salz stammt aus einem ausgetrockneten Salzsee.
Da die Belastung der Salzschicht durch die darüber liegenden Sedimente ungleich erfolgte, verformte sie sich und tendierte an dünnen Stellen nach oben auszuweichen. Wo ihm dies gelang, quoll es domförmig nach oben und hob dabei die darüber liegenden Sandsteinschichten.
Der Upheaval Dome ist z.B. durch einen derartigen Salzdom entstanden.
Der verschieden harte Sandstein im Parkgebiet verwittert unterschiedlich schnell, was zur Bildung all der phantastischen Gesteinsskulpturen geführt hat.
Die Needles sind eine Anzahl parallel verlaufender Grabenbrüche, die durch das Absinken des Bodens in Erdhohlräume entstanden sind. Die Hohlräume sollen durch Grundwasser entstanden sein, das Teile der Salzschicht gelöst hat.
Vor etwa 17 Mio. Jahren begann sich das Coloradoplateau, zu dem die Parkregion gehört, zu bilden. Die Ursache dieses geologischen Ereignisses waren plattentektonische Aktivitäten.
Die schubweise erfolgten Hebungen um etwa 2000 m beschleunigten den Lauf der Flüsse und veranlassten diese, sich tief in die Sandschichten hineinzuarbeiten. Es entstanden die zahlreichen Canyons. Wind und Wetter leisteten ihren Beitrag zum natürlichen Zerstörungswerk.
Die vielen Farben der Sandsteinschichten stammen von Mangan- und Eisenoxyden, die bei der Verfestigung der an sich fast farblosen Sandkörner als Bindemittel gedient haben.
Leicht saures Regenwasser löst die Oxyde auf und wäscht die losgelösten Sandkörner heraus.

Pflanzenwelt

Die Hochplateaus weisen die für weite Teile Utahs typische, spärliche Wüstenvegetation auf, die sich vorwiegend aus vereinzelten Grasbüscheln zusammensetzt.
In tieferen Lagen befinden sich größere Grasflächen, Yuccas und verschiedene Kakteensorten. Entlang den Flussläufen wachsen Baumwollpappeln und Weiden, die stellenweise dichte Waldstreifen bilden.

Tierwelt

Etwa 50 verschiedene Säugetierarten sind im Park heimisch, von denen die Besucher meistens nur Wüstenhasen und Erdhörnchen zu Gesicht bekommen. Die wichtigsten Säuger sind Maultierhirsche, Dickhornschafe, Kojoten, Graufüchse, Rotluchse, Stinktiere, Ringtails, Stachelschweine, Dachse, Biber, Kängururatten, Fledermäuse und einige Ratten- und Mausarten.
Trotz spärlicher Vegetation leben viele Vögel im Parkgebiet. Auf dem Hochplateau sind Rotschwanzbussarde, Häher, Elstern, eine Meisenart, Tyrannen, Zeisige und mehrere Finkenarten verbreitet. An den hohen, steil abfallenden Felsen nisten Schwalben und Steinadler.
Entlang den Flüssen sind Raben, Bussarde, Eulen, verschiedene Sänger, Tangaren, Schopfwachteln, Meisen, Häher, Regenpfeifer, Reiher, Gänse und einige Entenarten ansässig.
Die Reptilien sind mit etwa 10 Echsen- und 7 Schlangenarten, darunter eine giftige Klapperschlange, vertreten.

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