2003 London

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24.08. Anreise London 25.08. Big Ben, Buckingham Palace, Oxford Street, Hyde Park, Tower Br 26.08. Stonehenge, Bath, Hard Rock Café London 27.08. Notting Hill, Covent Garden, Musical Mamma Mia 28.08. Guard Changing Ceremony, Docklands, Stromausfall 29.08. Abreise Fazit

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Der englischen Königin mal "Guten Tag" sagen

25.08.2003 Big Ben, Buckingham Palace, Oxford Street, Hyde Park, Harrods, Tower Bridge

Was machen wir heute? Zuerst einmal in den nahe gelegenen Supermarkt. Ein großes Schild auf dem Parkplatz informiert uns, dass er 24 Stunden außer Sonntags geöffnet habe. Heute ist Montag und er ist geschlossen. Muss man nicht unbedingt verstehen.

Big Ben Aufgenommen am: 25.08.2003 Big BenWas machen wir denn statt dessen? Ich weiß nicht mehr, warum, aber wir entscheiden uns für Big Ben. Gut zu erreichen mit der U-Bahn bis Westminster. Kaum an der Oberfläche fallen die alten Bauten um uns herum auf. Der Blick richtet sich auf die vielen Touristen, die alle damit beschäftigt sind, alle alten Gebäude ringsherum zu fotografieren. Wo ist denn nun Big Ben? Der kann sich ja nicht so ohne weiteres verstecken. Vielleicht dort um die Ecke? Doch auch da keine Spur. Vielleicht ein Stück weiter die Straße runter... oder einfach nur mal hochsehen. Wir stehen nämlich bereits neben ihm. Wie Schuppen fällt es uns von den Augen. Bevor man sich auf einen weiten Weg macht, sollte man unbedingt zuerst die nähere Umgebung absuchen.
Wir stehen ein wenig zu nah dran. Andererseits liegt er direkt an der Themse, also wird es wohl das Beste sein, einmal die Brücke zu überqueren und ihn vom anderen Ufer zu verewigen. Gesagt getan.
Guard vor dem Buckingham Palast Aufgenommen am: 25.08.2003 Guard vor dem Buckingham Palast Wir unterqueren die Straße auf der gegenüberliegenden Seite und haben ihn nun direkt vor uns. Und das beste ist – hier sind wir auch fast unter uns. Die Touristenmassen wälzen sich über die Brücke, doch keiner macht sich die Mühe, ein wenig weiter zu laufen. Wir setzen uns auf eine Bank und nehmen eine Kleinigkeit zu uns, während wir den Stadtplan studieren und darauf warten, dass Big Ben 12 Uhr schlägt.

Buckingham Palast Aufgenommen am: 27.08.2003 Buckingham Palast Der Buckingham Palast ist nicht weit von hier. Das kann man zu Fuß schaffen. Bei Westminster Abbey vorbei und dann rechts.
Nur zwei Wachen haben Dienst, obwohl vier Häuschen eindeutig für mehr Personal gedacht sind. Die Wollmützen hängen den armen Jungs bis tief ins Gesicht. Na ja, zumindest im Winter müssen sie schön warm sein. Einer der beiden ist das Stehen satt und geht ein paar Schritte auf und ab. Doch immer streng nach Vorschrift in einer fest vorgeschriebenen Art und Weise. Nur wenige Touristen säumen die langen Gitter. Ein Schild im Innenhof verweist neugierige Besucher darauf, dass die nächste Guard Changing Ceremony erst morgen wieder um 11:30 statt finden wird. Ne, solange warten wir jetzt nicht.

Durch den Green Park erreichen wir die Piccadilly Street und mit ihr das Hard Rock Café. Doch wir beschließen, ein anderes mal wiederzukommen, wenn wir sicher sind, wie viel Geld wir am Ende noch übrig haben werden.
alter Londoner Doppeldeckerbus Aufgenommen am: 27.08.2003 alter Londoner Doppeldeckerbus Auf der Piccadilly Street herrscht enormer Verkehr. Touristenbusse mit offenem Dach fahren in Richtung Buckingham Palast, dazwischen sehen wir einige uralte Doppeldeckerbusse, die nur hinten einen offenen Einstieg haben. Uns packt die Lust, auch mal mitzufahren. Ich suche auf dem Fahrplan eine Linie heraus, an deren Endstelle eine U-Bahn zurück in die Stadt fährt, damit wir dieselbe Strecke nicht zwei mal fahren müssen. Unsere Wahl trifft die Linie 19 Richtung Finsbury Park. Natürlich nehmen wir oben Platz. Für große Leute ist dieser Bus wohl nicht gebaut, denke ich, während ich gebückt durch den Mittelgang möglichst weit nach vorne laufe. Am Piccadilly Circus wird sogar ein Platz ganz vorne frei, den wir bis zur Endstelle besetzen werden.
Durch verschiedene Stadtteile fährt uns der Bus gut 45 Minuten quer durch London. Es ist schön, die Stadt auch mal etwas anders kennen zulernen. Unsere Füße haben Pause und wir sammeln dennoch neue Eindrücke. Zugegeben, wir erfahren so keine Sehenswürdigkeiten, sondern die Fahrt mit dem alten Bus, der jede Bodenwelle mit einem Freudensprung meistert, ist das eigentliche Ziel. An der Endstelle sind wir uns sicher: Wir werden auf jeden Fall noch einmal Bus fahren.

Starbucks Coffee Starbucks Coffee Zurück in der Innenstadt schlendern wir die Oxford Street entlang, die Haupteinkaufsstraße von London. Doch je weiter wir laufen, umso häufiger wiederholen sich die Geschäfte. Immer wieder lesen wir die Namen der Geschäfte laut vor und erinnern uns, das gleiche Geschäft doch schon vor 5 Minuten gesehen zu haben. Nein, wir laufen auch wirklich nicht im Kreis.
Das Starbuck’s Coffee hat es uns besonders angetan. War dies doch früher einmal mit dem Gedanken an New York oder London allein verbunden, trifft man es heute in jeder besseren Stadt auf der Welt an. Und in London gleich zig mal. Dahinter ist wieder eins. Und das nächste entdecke ich. Und dort wieder eins. Unzählbar.
Am Ende der Oxford Street biegen wir in den Hyde Park ab. Wir sind müde gelaufen und sehen auf einer Wiese einladend ein paar Liegestühle stehen, doch sie sind leider nicht umsonst. Nichts in London scheint umsonst zu sein. Selbst für einen Stadtplan muss man hier zahlen, den man in jeder anderen Stadt gratis am Visitor Information Center erhält. Zum Ausruhen jedenfalls wird es die Wiese wohl auch tun.

Kaufhaus Harrods, Knightsbridge Aufgenommen am: 25.08.2003 Kaufhaus Harrods, Knightsbridge Nachdem wir den Hyde Park einmal durchquerten und einer jungen Reiterin beim Hürdenspringen zugesehen haben, die jedes Mal beruhigend auf die Pferdeschulter klopft, wenn es wieder ein Hindernis umgeworfen hat, erreichen wir das Warenhaus Harrods.
Es ist nicht Harrods selbst, der teuer ist. Es gibt durchaus Ware, die man sich auch leisten kann. Was Harrods wirklich exklusiv macht, ist, dass hier alle namhaften teuren Firmen unter einem Dach vereint sind. Auch wenn man nicht die Absicht hat, hier etwas zu kaufen, so sollte man sich dennoch einmal die Zeit nehmen, hindurch zu laufen. Das Innere ist in verschiedene Räume aufgeteilt, jeder mit einem eigenen Thema. Wechselt man zwischen den Räumen, so wechselt man praktisch Welten. Gerade hat man noch auf einem Marktplatz gestanden, auf dem Obst, Gemüse und Blumen verkauft werden, steht man im nächsten Raum mitten in Ägypten, umringt von Luxusgeschenkartikeln.
Besonders im Erdgeschoss mit seinen hohen Decken hat man viel Wert auf eine individuelle Gestaltung eines jeden Raums gemacht. In den höheren Geschossen gleicht das Aussehen schon eher unseren gewohnten Kaufhäusern, nur das die Regale nicht so voll wirken und dennoch eine riesige Auswahl vorhanden ist. Die Gänge sind breit, so dass man nicht ständig irgendwo aneckt. Platz scheint hier wirklich kein Thema zu sein.

Markus vor der Tower Bridge Aufgenommen am: 25.08.2003 Markus vor der Tower Bridge Ortswechsel: von der nahe gelegenen U-Bahn-Station fahren wir mit der Piccadilly und Jubilee Line nach London Bridge. Östlich von Westminster befahren wir dabei den neuen Streckenabschnitt der Jubilee Line, in der die Bahnsteige von den Gleisen durch hohe Glaswände getrennt sind. Offenbar hat man woanders viele Probleme mit Selbstmördern gehabt.
Christina vor der Tower Bridge Aufgenommen am: 25.08.2003 Christina vor der Tower Bridge Den Rest Richtung Tower Bridge laufen wir zu Fuß. Östlich der Brücke direkt am Ufer der Themse treffen wir auf eine Auswahl feiner Restaurants. Wir suchen uns das „Ask“ heraus.
Es ist dunkel, nur Kerzen brennen auf jedem Tisch, dezente Musik im Hintergrund. Obwohl das Lokal sehr voll ist, wird das Essen schnell gebracht. Nach den ersten paar Bissen sind alle Zweifel beseitigt, das Essen ist Ok. Nach dem Essen gönnen wir uns einen kleinen Aperitif. Ich ordere durch ein Handzeichen den Kellner herbei und war schon fast verblüfft, als er mit hochgezogenen Augenbrauen und einem „Yes, Sir?“ vor mir zum Stehen kommt. Ein wirklich gutes Restaurant. Die Atmosphäre ist nett und das Personal freundlich.

Über die Tower Bridge geht es zurück zur U-Bahn und zurück in die Innenstadt. Am letzten Abend werden wir mit einem empfindlicheren Film unterwegs sein und Nachtfotos machen. Dafür suchen wir jetzt passende Motive. Daher laufen wir noch einmal durch die Londoner Innenstadt, diesmal im Dunkeln. Bei Big Ben finden wir einige schöne Motive, die wir uns merken werden, der Buckingham wird dagegen nicht angestrahlt. Den können wir von der Liste streichen. In einigen Fenstern brennt noch Licht. Ob wohl Harry wieder heimlich im Bett liest? Am Piccadilly Circus vorbei und über die Oxford Street kehren wir ins Hotel zurück.
Übrigens: Der 24 Stunden geöffnete Supermarkt ist immer noch geschlossen.

Übernachtung: Majestic Hotel - South Kensington, LondonBewertung: nicht ganz so toll Bewertungsnote 4
Kommentar: Lärm durch naheliegende U-Bahn
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